„Das hat die Verwaltung nicht verdient!“

Kommunalpolitik

Ein Plädoyer für faires Miteinander

Der Bürgermeister in Glinde, einer Kleinstadt bei Hamburg, wehrt sich gegen egoistisches Anspruchdenken „seiner“ Bürgerinnen und Bürger. Das, was sich dort zugetragen hat, kann auch auf Dorsten und seine Nachbarkommunen gedanklich übertragen werden. Ein Hausbesitzer hat vor Jahrzehnten eine Hecke gepflanzt, die inzwischen 70 Zentimeter in den öffentlichen Geh- und Radweg ragt. Der behördlichen Aufforderung zum Rückschnitt begegnete der Bürger mit Unverständnis und der Mobilisierung der veröffentlichten Meinung. Fernsehteams drehten, Zeitungsreportern kommentierten. Dem Bürgermeister und seinem Rathausteam wurde Willkür unterstellt. Zeit, die Dinge gerade zu rücken, so die Replik des Rathauses. Ohne auf den Heckenstreit einzugehen, zählt der Bürgermeister beispielhaft auf, was ein kommunales Miteinander so schwierig macht. Ob Sperrmüll, der vor der Flüchtlingsunterkunft illegal entsorgt wird, stinkende Hundebeutel, die ins Grüne geworfen werden, oder Kartonagen, die an der Poststation auf dem Boden landen, am Ende sind es immer Verwaltungsmitarbeiter die fürs Aufräumen angefordert werden. Ein bitterer Satz des dortigen Bürgermeisters bleibt im Gedächtnis haften: „Der Trend geht in Richtung betreutes Leben“. Eine gute Gelegenheit, 100 Tage vor der Kommunalwahl einen Appell an alle Bürger, Parteien und Kandidaten zu richten, die Dorstener Verwaltung fair zu behandeln, die in erster Linie das Allgemeinwohl fördert und schützt. Konstruktive Kritik? JA! Pauschales Verurteilen? NEIN!

Rhader Appell zur Kommunalwahl am 14. September 2025 auf Grundlage des ZEIT-Berichts vom 5.6.2025: "Wir sind nicht deine Mudda und räumen dir alles hinterher".

 
 

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