Demokratie muss besser erklärt werden - Umfrageergebnisse verursachen große Nachdenklichkeit bei Politikern

Gesellschaft

Vertrauen in die Demokratie

Weniger als die Hälfte der Befragten ist mit dem Funktionieren der Demokratie zufrieden. In Ostdeutschland ist es nur etwas mehr als ein Drittel. Wer mit der Sozialpolitik unzufrieden ist, ist auch unzufriedener mit dem Funktionieren der Demokratie. Nichtwähler_innen sind zu 70 Prozent unzufrieden.

Sorge um die Zukunft

Mehr als zwei Drittel sind in Bezug auf die Zukunft pessimistisch. Gerade einmal vier Prozent glauben an eine wesentlich bessere Zukunft für künftige Generationen. 

Soziale Ungleichheit und sinkendes Vertrauen

Es besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem sinkenden Vertrauen der Bürger_innen in die Demokratie und der wachsenden sozialen Ungleichheit.

Kritik am politischen System

Mit der politischen Selbstwirksamkeit sind viele Befragte unzufrieden. Fast 80 Prozent sind etwa der Meinung, dass Politiker_innen nicht genügend aufklären. Gleichzeitig glauben 88 Prozent, dass sich ihre Mitbürger_innen nicht ausreichend über Politik informieren.

Keine Mehrheit für autoritäres Regierungsmodell

Ein autoritäres Regierungsmodell wird nur von einer verschwindend geringen Minderheit befürwortet.

Wunsch nach mehr Beteiligung

Die Kritik am politischen System geht einher mit dem Wunsch nach mehr Beteiligung, wie sie in den Zustimmungswerten für direktdemokratische Verfahren, aber auch für deliberative, geloste Beteiligungsformate zum Ausdruck kommt. Die weiblichen Befragten sind durchgehend reform-affiner als die männlichen.

Übernommen (Auswahl) von Friedrich Ebert Stiftung www.fes.de "Studie Vertrauen in Demokratie"

 

 
 

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