Der Frieden ist der Ernstfall – ihn gilt es zu bestehen!

Allgemein

Dr. Hans-Udo Schneider mit beeindruckender Rede am Holocaustgedenktag (Auszüge):

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
am 27. Januar 1945 wurde das KZ Auschwitz von der Sowjetarmee befreit. Aus Anlass des 50. Jahrestages der Befreiung erklärte Deutschland den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Das war 1995. … Erinnern und nicht vergessen! Das hat uns hier heute zusammengeführt. … Es geht um Gewissenschärfung, um die Verteidigung von Recht und Freiheit.
Denn wie schnell sich neue Abgründe auftun können, das zeigt die Entwicklung der letzten Jahre: Der Krieg in der Ukraine, der Krieg im Gaza-Streifen, die vielen vergessenen Kriege auf dem afrikanischen Kontinent. Der Frieden ist der Ernstfall – ihn gilt es zu bestehen! …
Demokratie, soziale Errungenschaften müssen täglich erkämpft und verteidigt werden, sonst gehen sie schleichend verloren. …
Wie konnte das geschehen? Wo liegen die ideologischen Wurzeln?
Judenhass, Judenfeindschaft ist über Jahrhunderte tief verankert, nicht nur in Deutschland, aber hier ganz besonders. Das zieht sich durch unsere Geschichte wie ein roter Faden. …
Die Nazis definierten, wer sein Leben verwirkt hatte und bezeichneten Juden, Sinti, Roma, Behinderte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas als minderwertig, als Volksschädlinge, als unnütze Esser. Sie gehörten nicht zur Volksgemeinschaft, sie waren vogelfrei. Sie konnten gedemütigt, enteignet und umgebracht werden.
All das passierte nicht irgendwo, weit weg. Nein es passierte vor unserer Haustür, in unserem Ort, in unserer Stadt. …
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wenn wir das hier feststellen als Menschen von denen die allermeisten nach dem Krieg geboren sind, dann kommen wir natürlich an einer Frage nicht vorbei: wie hätte ich, wie hätten wir damals gehandelt? Wären wir mutiger gewesen? Hätten wir unsere jüdischen Mitbürger geschützt? Hätte wir psychisch Kranke vor dem Tod gerettet?
Eine Antwort darauf gibt es nicht. Trotzdem lohnen sich die Fragen, weil sie zu einem Auftrag in heutiger Zeit ermutigen: wachsam sein, Zivilcourage zeigen, den Anfängen wehren.

Die ganze Rede kann per E-Mail bei dirk.hartwich@t-online.de oder Hans-Udo Schneider, sch-uh@t-online.de , angefordert werden

 
 

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