Die ärztliche Versorgung auf dem Land ist verbesserungswürdig - auch in Rhade

Gesundheit

Rhader SPD ist Auslöser einer öffentlichen Veranstaltung mit der Kassenärztlichen Vereinigung

Wer kennt das nicht in Rhade? Schlangen vor der Arztpraxis in der Debbingstraße. Das war der Grund für die Rhader Sozialdemokraten, die beiden Allgemeinmedizinerinnen Marlies Weddeling und Marion Hüttermann am 9. November 2017 einzuladen und zu befragen. In einer viel beachteten Veranstaltung gaben sie bereitwillig Auskunft über ihre Patientenzahlen und ihre viel zu langen Arbeitszeiten. Verantwortlich ist die Kassenärztliche Vereinigung, die festlegt, wie die ärztliche Versorgung organisiert wird. Und danach gibt es im gesamten Kreis Recklinghausen ausreichend Allgemeinmediziner. Im Durchschnitt. Während in der Stadt zu viele Ärzte praktizieren, wird der ländliche Bereich gerne gemieden, sprich vernachlässigt. „So geht das nicht“, lautete das Fazit der Rhader SPD. Die Einladung zu einer Folgeveranstaltung in Rhade mit der Kassenärztlichen Vereinigung kam aber nicht zustande. Sie, die KV wollte nur dann kommen, wenn die Stadt Dorsten einlädt. Ein Antrag der Rhader SPD fand die Zustimmung des Rates. Die Veranstaltung findet also statt. Leider hat die CDU dafür gesorgt, den Veranstaltungsort ins Zentrum zu verlegen. Obwohl Rhade der Auslöser war und das geschilderte Problem hier „unter den Nägeln brennt“. Am Montag, 17. September, steht in der VHS-Dorsten die Kassenärztliche Vereinigung Rede und Antwort.

Eigener Bericht. Vergleiche dazu unsere untenstehende Veröffentlichung vom 11.11.2017 Fragen sie ihren Arzt ...

Rhade: Fragen sie ihren Arzt oder …

Informative Veranstaltung mit örtlichen Allgemeinmedizinerinnen

Ist unsere ärztliche Versorgung in Gefahr? Ist Rhade unterversorgt? Sind Hausbesuche machbar? Fragen, die den Teilnehmern der örtlichen SPD-Veranstaltung unter den Nägeln brannten. Und mit der Teilnahme der beiden Ärztinnen Dr. med. Marlies Weddeling und Marion Hüttermann saßen 2 Expertinnen auf dem Podium, um zu antworten. Nach einer Einleitung über die Situation in NRW entwickelte sich ein lebhafter Dialog mit den Anwesenden. Klar wurde, dass unsere 2 Allgemeinmedizinerinnen mit deutlich über 3000 Patienten im Quartal dringend weitere ärztliche Unterstützung wünschen. Die Wochenarbeitszeit ist mit über 65 Stunden fast doppelt so hoch wie die von Industriearbeitern. Ein Zustand, der weder für die Patienten noch für das Praxisteam um Dr. Weddeling dauerhaft vertretbar ist. Die Kassenärztliche Vereinigung, die für die „Verteilung“ der Ärzte in der Region verantwortlich ist, arbeitet mit einer statistischen Größe, die nicht weiter hilft. Demnach ist der Kreis Recklinghausen, Rhade gehört dazu, mit Allgemeinmedizinern deutlich überversorgt. Ein Notstand sei demnach nicht erkennbar. Rhade würde aber eigentlich 3 bis 5 Hausärzte „vertragen“. Christoph Kopp, Vorsitzender der Rhader SPD sagte zu, die aufgezeigte Problematik nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern auf der politischen Schiene nochmals zu versuchen, Abhilfe zu schaffen. Das vorläufige Fazit: „Ein Thema, das nach weiterer Information und Diskussion förmlich schreit.“

 
 

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