Die Wahrheit kennt nur der Wind ...
Mit Geld erhält man Freundschaften – und weckt Erwartungen
Gutmeinende nennen es verharmlosend „Geschmäckle“. Die Spende (690.000 Euro) der Quandts an die CDU kurz nach der Bundestagswahl. Richtiger wäre aber, es deutlicher beim Namen zu nennen. Nämlich „Gekaufte Politik“.
Gibt man bei Google den Buchtitel „Die gekaufte Republik“ ein, erhält man in 0,32 Sekunden 1 580 000 Treffer.
Es ist also kein Einzelfall, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch die Nachkriegspolitik, die Einflussnahme von Industrie und Superreichen auf die Tagespolitik.
Dennoch gehört diese Privatspende, natürlich von den BMW-Mitarbeitern erarbeitet, zu den ganz auffälligen, weil ein direkter Zusammenhang zwischen Spende und Erwartung, die Bundesregierung möge sich gegen höhere Abgasnormen bei PKWs in Brüssel einsetzen, nicht wegdiskutiert werden kann. Natürlich kann das nicht bewiesen werden. Denn dann wäre es illegal. Aber es reicht allemal, die Politikverdrossenheit weiter zu steigern.
Eine Steilvorlage für die Opposition? Könnte man meinen. Aber so richtig kann das der aufmerksame Zeitgenosse nicht überall heraushören. Könnte das mit den laufenden Sondierungsgesprächen und der Aussicht auf Regierungsbeteiligung zusammenhängen? Glaub` ich nicht.
D.H.