Dorsten: Erinnerung an einen großen Sozialdemokraten

Kommunalpolitik

Johannes Rau - Ein Platz, der seinen Namen trägt

Er ist nur 75 Jahre alt geworden. Sein ganzes Leben galt der Politik. Johannes Rau, 1931 geboren, lernte Buchhändler, engagierte sich aber bereits parallel in der Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP). Kaum bekannt ist, dass er zu dieser Zeit auch Autor von eigenen Veröffentlichungen war, die sich inhaltlich mit jungen Menschen befassen, die nach langem Suchen ihren Weg zum Glauben finden. „Bruder Johannes“ bleibt er bis zu seinem Tod 2006. Nachdem die GVP 1957 aufgelöst wurde, tritt er in die SPD ein. Juso-Vorsitzender, Mitglied des Landtags, Vorstandsmitglied der SPD, NRW-Minister, 20 Jahre Ministerpräsident, Vorsitzender der SPD, Kanzlerkandidat, Bundespräsident - seine politische Karriere ist beeindruckend. Noch beeindruckender ist, dass er zu jeder Zeit „auf dem Teppich“ blieb. Er setzte sich immer auch für die Schwächeren in unserer Gesellschaft ein, war durch und durch Gewerkschafter, kurz, er blieb Zeit seines Lebens MENSCH. Mehrfach besuchte er Dorsten. Zusammen mit Schwester Paula und dem SPD Bürgermeister Heinz Ritter, zeigte er Solidarität mit den Beschäftigten der heimischen Zeche. Er unterstützte die Geschichtsarbeit von unten, die in mehreren Bänden „Dorsten unterm Hakenkreuz“ dokumentiert wurde. Das Jüdische Museum Westfalen wurde von ihm eingeweiht. Bereits 2010 stellte die Dorstener SPD den Antrag, Johannes Rau mit einem Straßennamen dauerhaft zu würdigen. Es dauerte fast 15 Jahre, bis der Antrag umgesetzt wurde. Morgen wird der „Johannes-Rau-Platz“ um 11 Uhr vor dem Bürgerbahnhof feierlich eingeweiht. Ein Pflichttermin, nicht nur für die Sozialdemokraten in der Lippestadt, sondern für die Bevölkerung, die den Vollblutpolitiker hautnah „vor der eigenen Haustür“ erlebt hat.

Ein Veranstaltungshinweis aus Rhade

 
 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007143282 -