Dorsten: Geplante Flüchtlingsunterbringung sorgt für Diskussionen

Kommunalpolitik

SPD-Vorschlag sollte ohne ideologische Scheuklappen geprüft werden

Stell Dir vor, Du wirst in Deinem Land, in Deiner Stadt, von Verbrechern bedroht. Bleibst Du, bedeutet das den Tod. Flüchtest Du, suchst Du nach einer Bleibe. Du klopfst an eine Tür in der Fremde und bittest um Rettung. Tatsächlich öffnet sich eine Perspektive zum (Über)Leben. Der Retter, nehmen wir an, das wärst jetzt Du, nimmt den Hilfesuchenden auf und unterstützt Ihn, sich im neuen Land zurechtzufinden. Am nächsten Tag steht ein weiterer Mensch vor Deiner Tür und in den nächsten Tagen noch mehr. Jetzt wirst Du erkennen, dass die Ersthilfe eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Und genau an diesem Punkt sind viele Kommunen, darunter Dorsten. Keine flüchtenden Menschen mehr aufzunehmen, geht gar nicht. Das steht auch so in unserem Grundgesetz. Also müssen wir gemeinsam nach humanen und würdevollen Lösungen suchen, um einerseits den aus ihrer Heimat Ausgestoßenen eine Hand zu reichen, andererseits müssen wir darauf achten, dass die eigene Bevölkerung bestens über alle geplanten Hilfsmaßnahmen informiert und mitgenommen wird. Über die zwischen Barkenberg und Wulfen geplante zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) wird aktuell vehement gerungen. Neben der Verwaltung, die das umsetzen muss, was „von oben“ durchgereicht wird, suchen die Parteien im Stadtrat nach Antworten und müssen sich gegen beleidigende Hetze einiger Ewiggestriger wehren. Die Dorstener SPD verharrt aber nicht in der Defensive, sondern hat mit einem Vorschlag einen nachvollziehbaren Lösungsweg aufgezeigt. Kurz: Ja zur Hilfe, Nein zur zentralen Unterbringung, Ja zu kleineren dezentralen Unterkünften in der gesamten Stadt. Die Dorstener Sozialdemokraten haben mit ihrem Vorschlag allen Beteiligten und Betroffenen die Hand zur Kooperation ausgestreckt. Sie sollte nicht vorschnell ausgeschlagen werden.

Ein Rhader Zwischenruf zur aktuellen Diskussion in Dorsten. Die gesamte SPD-Stellungnahme ist unter www.spd-dorsten.de nachzulesen.

 
 

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