Rhade: Bürgerversammlung im CMH mit unerwartetem Verlauf

Kommunalpolitik

Unser Dorf soll schöner werden? (Teil 1)

Seit Monaten wird gefragt, diskutiert und geplant. Rhade und die Dorfkernsanierung stehen ganz oben auf der Tagesordnung der Stadtverwaltung. Rund 100 Bürgeranregungen wurden nach intensiver öffentlicher Aussprache aufeinander abgestimmt und in einen Konzeptplan übertragen. Verantwortlich dafür die Stadtverwaltung, sowie ein extern beauftragtes Planungsbüro. Der Ankündigung, das Ergebnis im Rahmen einer Bürgerversammlung zu präsentieren, folgten so viele Bürger, dass das CMH bis auf den letzten Platz besetzt war. Anhand von Fotos mit dem Ist-Zustand und Skizzen, wie die Umsetzung aussehen könnte, versuchten das Büro Scape und die Verwaltung die erwartungsvollen Bürger zu überzeugen. Immerhin winken Fördergelder des Landes und Haushaltsmittel der Stadt, um nach jahrzehntelanger Diskussion endlich „Nägel mit Köpfen“ zu machen und den Kernbereich Kirchplatz, die Debbingstraße, den Kreuzungsbereich am Ehrenmal, sowie Teile der Lembecker Straße so zu gestalten, dass unser Dorf schöner wird. Schöner heißt, die Aufenthalts-, somit die Lebensqualität, zu verbessern, den Verkehr zu entschleunigen, das Klima zu schützen und die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer endlich zu gewährleisten. In der lebhaften Diskussion hatte (wieder) die Forderung, nicht auf Parkplätze im Dorfkern verzichten zu wollen, scheinbar den höchsten Stellenwert. Sichtlich enttäuscht und irritiert verfolgten die Mitarbeiter des Planungsbüros und der Verwaltung den Verlauf der Diskussion. Der Eindruck, dass noch viel Bürger-Überzeugungsarbeit geleistet werden muss, um, so wie im Nachbarort Marbeck, einmal den Titel „Unser Dorf hat Zukunft“ zu gewinnen, hat sich beim zuhörenden Besucher der Bürgerversammlung festgesetzt.

Erkenntnisse eines Rhaders, der gespannt der Bürgerversammlung lauschte. Wird fortgesetzt.

 
 

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