Dorsten: Klamauk im Stadtrat schadet der Demokratie

Kommunalpolitik

Wenn Satire in Peinlichkeit ausartet

44 gewählte Mitglieder gehören dem Stadtrat Dorsten an. Sie haben sich in 6 Fraktionen organisiert, um zu beraten und zu entscheiden, wie die Lippestadt sich positiv entwickeln sollte. Zusätzlich üben sie eine Kontrollfunktion gegenüber der Verwaltung aus. Eine wichtige verantwortungsvolle, ehrenamtlich ausgeübte Tätigkeit auf Zeit. Der Begriff „Kommunale Selbstverwaltung“ fasst das sehr gut zusammen. Eine Mini-Gruppierung mit Fraktionsstatus im Rat nennt sich „Die Partei feat Die Linke“. Während die eine Seite sich ernsthaft um soziale Themen kümmert(e), versucht der andere Teil der ungleichen „Brüder“ mit peinlichen Provokationen, fälschlicherweise Satire genannt, Rat und Verwaltung lächerlich zu machen. Das schadet der Demokratie und hält gutwillige Bürger davon ab, sich kommunalpolitisch einzubringen. Das jüngste Beispiel, Dorsten zum prosperierenden Wirtschaftszentrum für Rauschmittel zu entwickeln, diente allein dem Zweck, öffentliche Aufmerksamkeit zu erzielen. Das ist, wirft man einen Blick in die Lokalzeitung, mal wieder gelungen. Ein „Skandal“ verkauft sich halt besser als eine Berichterstattung über, sagen wir mal, dramatisch sinkenden Grundwasserspiegel in unserer Stadt oder fehlende Kinderkultur in allen Stadtteilen. Demokratie sichert auch dem Polit-Provokateur zu, seine schräge Meinung zu äußern. Ein Stadtrat ist aber die falsche Bühne für Möchtegern-Narren.

Ein Rhader Zwischenruf in Richtung Stadtrat Dorsten

 
 

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