Dorsten: Schon wieder im Krisenmodus - 7 Mio. Euro Defizit

Kommunalpolitik

„Wir haben nichts falsch gemacht“

Rote Zahlen auf dem Kontoauszug signalisieren, dass die Stunde der Wahrheit angebrochen ist. Spätestens jetzt müssen alle Ausgaben auf den Prüfstand. Das ist im Privatleben nicht anders als in einem Unternehmen oder der Stadtverwaltung Dorsten. Hier mussten sich die 44 Ratsmitglieder (mal wieder) anhören, dass in Dorsten finanziell „Land unter“ ist. Gerade schien man die letzte Krise durch Sparen überwunden zu haben, entsprechende Erfolgsmeldungen sind noch im Ohr, werden die gut 70.000 Einwohner auf die nächste kommunale Durststrecke eingeschworen. Ausgenommen davon sind die Pflichtaufgaben. An den Kragen wird es wieder dort gehen, wo Bürger sich ehrenamtlich einbringen, um mit besonderer Kreativität das eigene Quartier liebens- und lebenswerter zu gestalten. Der Satz des Kämmerers, nichts falsch gemacht zu haben, drückt bestens die eigene Ohnmacht aus. Jeder Husten im Land und Bund löst innerhalb kürzester Zeit in der Lippestadt eine schwere Erkältung aus. Ein Indiz dafür, dass auch nach Jahrzehnten der Diskussion über eine gerechte Finanzausstattung strukturschwacher Kommunen, keine nachhaltige Wende erreicht wurde. Ernüchterung nicht nur im Stadtrat, sondern auch im Bereich Bürgermitwirkung. Die funktioniert dauerhaft nur dann, wenn Versprechungen des Rathauses auch eingehalten werden. Rhade kann ein Lied davon singen, wie Projekte in der Warteschleife erst verhungern, dann vergessen werden.

Erste Rhader Gedanken zur Haushaltseinbringung der Stadt Dorsten. Wird fortgesetzt.

 
 

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