Dorsten verliert einen wichtigen Standortfaktor

Stadtverband


Wir haben zwar nicht gewonnen - geben aber noch lange nicht auf, so Hans-Willi Niemeyer

Der Ärztliche Notdienst in Dorsten wird neu geordnet
SPD-Proteste bisher erfolglos

Mitte des Jahres schreckte eine Information der Kassenärztlichen Vereinigung die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dorsten.
Der Ärztliche Notdienst an Wochenenden und Feiertagen soll aus der Stadt „verschwinden“ und in die Nachbarstadt Marl, Paracelsus-Klinik, verlegt werden.

Wegen zu hoher Kosten, einer zu geringen Nachfrage und einer kleiner werdenden Zahl von Ärzten, die zur Verfügung stünden, so die Begründung.
Das hat die Dorstener SPD auf den Plan gerufen.
„Es geht nicht an, dass eine Stadt von fast 80 000 Einwohnern keine örtliche Notversorgung anbietet“, so die Forderung der Sozialdemokraten.
Um dieser These Nachdruck zu verleihen, sollte die Dorstener Bevölkerung befragt werden. Mit einer beispiellosen Unterschriftenaktion, flächendeckend in allen Dorstener Stadtteilen, sensibilisierte die SPD die Menschen in Dorsten.
„Überwältigend“, so der Vorsitzende Hans-Willi Niemeyer, seien Zuspruch und Unterstützung gewesen.
So verwundert es nicht, dass über 3000 Unterschriften den Verantwortlichen der Sparmaßnahme überreicht werden konnten.
„Dennoch“, so Niemeyer, „will die Kassenärztliche Vereinigung nicht nachgeben und den Ärztlichen Notdienst ab dem kommenden Jahr in Dorsten abziehen“.
Den mehreren tausend Unterschreibenden sichert die SPD aber zu, die Angelegenheit nicht aus den Augen zu verlieren und nach einer Beobachtungszeit von maximal einem Jahr, ein Fazit zu ziehen. „Sollte es für Dorsten zu einer gravierenden, nicht zu tolerierenden Leistungseinschränkung gekommen sein, sind wir aber die ersten, die die Rückabwicklung fordern“, betont die Dorstener SPD.
Und weiter: „Es geht auch um wichtige Standortfaktoren, die unsere Stadt zu verteidigen hat, um in Konkurrenz zu den Nachbarstädten zu bestehen.“

 
 

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