Workshop Rhade - Ein Modell für die Zukunft

Stadtentwicklung

Es sieht nur so aus. Holger Lohse, Dezernent ist nicht ratlos, sondern tief beeindruckt vom Ergebnis.

Workshop Stadtteilrahmenplan Rhade
Der Auftakt ist gelungen

Knapp 50 hoch motivierte und engagierte Besucher fanden am frühen Abend den Weg ins Katholische Gemeindezentrum St. Ewald. Ihnen gegenüber saß eine nicht minder motivierte Mannschaft der Dorstener Stadtverwaltung, an der Spitze der Technische Dezernent Holger Lohse mit seinem Team. Und eine 7er-Gruppe Ratsmitglieder bzw. Sachkundige Bürger, die das Ganze noch etwas fragend, wenn nicht gar skeptisch beobachteten.

Es war ja auch für sie etwas ganz Neues was da folgen sollte. Sie sind die Klammer zwischen den Bürgern und dem Stadtrat.
Nicht unerwähnt soll bleiben, dass der Bürgermeister zur Eröffnung und Begrüßung eigens nach Rhade geeilt war. Dabei lobte er die umfangreichen Vorarbeiten einiger Rhader Bürgerinnen und Bürger, vermied es aber, die örtliche SPD als Motor dieser Entwicklung, beim Namen zu nennen.
„Damit können wir aber leben“, so Hans-Willi Niemeyer, der mit Achim Schrecklein dem 7er-Arbeitskreis angehört.
In 5 Arbeitsgruppen konnten dann die Anwesenden aktiv in das Geschehen eingreifen. Da wurde über die künftige Strategie der Rhader Verkehrsführung ebenso gerungen wie über die verbesserungswürdige wirtschaftliche Entwicklung unseres Ortes. Dass die noch einigermaßen intakte Natur rund um Rhade ein großer Standortvorteil ist, der zu bewahren ist, dokumentierten die Freiwilligen in der gleichnamigen Arbeitsgruppe.
Mit dem Titel Stadtentwicklung, hier müsste es besser Dorfentwicklung heißen, war der Arbeitskreis überschrieben, der sich mit der themenübergreifenden Planung, wie Bauen, Gewerbe, Wohnen u. a. beschäftigte. Ein weites Feld haben die Arbeitskreismitglieder „Soziales – Bildung“ gestreift. Schule, Kindergarten Senioren. Schnell war klar, dass es heute nur um die Nennung von Stichworten gehen konnte.
Die Moderatoren der Arbeitsgruppen, Mitarbeiter der Verwaltung, trugen die Ergebnisse anschließend im Plenum vor. Sie versäumten es nicht, die engagierten, offenen, sachkundigen Wortbeiträge in den Gruppen als vorbildlich zu loben.
Das war schon tatsächlich beeindruckend, was da als Ergebnis der 5 Arbeitsgruppen plakativ an der Wand präsentiert wurde.
Wie geht’s weiter? Das interessierte natürlich diejenigen besonders, die an dem umfassenden Diskussionsergebnis den größten Anteil hatten.
Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden in Ruhe ausgewertet, ein Protokoll geschrieben und dem 7er-Arbeitskreis zugestellt. Schnell wurde aber deutlich, dass alle Anwesenden großes Interesse an dem weiteren Verfahren haben. So wurde der Wunsch geäußert, mit dem Protokoll und den Teilnehmerlisten alle zu berücksichtigen.
Fazit:
Der Anfang eines Modellprojekts „Zukunftsentwicklung Rhade“ mit mehr Bürgerbeteiligung ist gemacht. Aber – wir stehen erst ganz am Beginn. Der Modellversuch Rhade wird nur dann erfolgreich sein, wenn alle Rhader, ob in Parteien oder Vereinen, oder gar nicht organisiert, gleichberechtigt beteiligt werden.

Die Rhader Sozialdemokraten haben sich intensiv auf den ersten Workshop vorbereitet. Sie waren in allen Arbeitsgruppen vertreten und konnten so die Ideen, die im Ortsverein ausführlich diskutiert wurden, einbringen.
Nachfolgend ist zusammengefasst, welche Punkte dazugehören.
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, hilft aber, sich einen ersten Überblick über den Workshop zu verschaffen.

Zielformulierung für Rhade:
Beispiel: Rhade, Stadtteil von Dorsten, Lage im Grünen, hoher Wohn- und Freizeitwert, attraktiv für Naherholung, Vermarktung regionaler Produkte…….

Arbeitskreis Verkehr:
- Fahrradstraßensystem (Ein Modell Rhade entwickeln – Pläne liegen vor)
- Schulwegsicherung kombiniert mit Fahrradstraßensystem
- Durchfahrtsverkehr Lembecker/Erler Str. durch Kreisverkehre besser steuern
- Im Bereich Ehrenmal
- Im Berech Einkaufszentrum
- Im Bereich Erler Str./Lembecker Str.
- Im Bereich Lembecker Str./Stuvenberg
- Tempo 30 Zone erweitern
- Fußläufigkeit Debbingstraße
- Gestaltung Kirchplatz
- Bahnverkehr Pro-Bahn Vorschlag
- Busverkehr

Arbeitskreis Wirtschaft, Versorgung, Tourismus
- selbst erarbeitetes Konzept KVR aus den 80/90ger Jahren reaktivieren
- WinDor ins Boot nehmen
- Nahversorgung/Grundversorgung – Geschäftsleerstand – RUG ins Boot nehmen
- Übernachtung
- Schwerpunkt Fahrrad/Wandern/Sport/Klettern?
- Vermarktung Regionaler Produkte
- Besichtigungen in und um Dorsten (Schloss, Mühle, …..)
- Kooperation mit Nachbarstädten, (Schwimmen….)
- Ärztliche Versorgung
- Seniorenbetreuung

Arbeitskreis Natur – Umwelt – Freizeit
- Naturschutzflächen mit sanftem Erlebnis Natur kombinieren
- Kooperation mit Bio- Naturschutzstation Lembeck – dadurch auch Stärkung der Institution
- Erlebnisraum Bäche und Teiche
- Grundwasserschutz
- Veränderung der Landschaft durch neue Anbauarten (Biogasanlagen)
- Das Natürliche der Landschaft erhalten und sanft für Erkundungen „öffnen“
- Zusammenarbeit mit Förstern
- Schulen – Kindergärten mit einbeziehen
- Vermüllung der Landschaft

Arbeitskreis Stadtentwicklung und Gestaltung
Müsste hier heißen: für Dorfentwicklung …….
- Flächennutzungsplanung
- Bebauungsplanung
- Stadtteilrahmenplanung
- Wohnen
- Gewerbe
- Behindertengerechte Stadt
- Demografische Entwicklung
- Energie (Biogas- Solar – Wind -……)
- Bauen und Bewahren auf dem Lande… (Fassadengestaltung, Zäune, Vorgärten, Dachneigung, Farben….)
- Denkmalschutz
- Natur
- Freizeit
- Straßen/Wege/Plätze
- Sportstätten zum Zentrum erweitern

Arbeitskreis Soziales – Bildung
- Familienzentrum um Seniorenbetreuung erweitern
- „Leben und sterben wo ich hingehöre“ – Nachbarschaftsbetreuung – Kooperation mit Seniorenkreis
- Kindergärten - Waldkindergartengruppe
- Grundschule – Sicherung des Standortes
- Weiterführende Schulen - Verkehrsanbindung
- Behindertengerechte Angebote
- Jugendheim
- Kulturangebot (ein eigenes von Vereinen prüfen und ein Kindertheaterring aufbauen)
- Senioren
- Spielplatzpatenschaften

 
 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007162412 -