Dorstener Schulpolitik auf Abwegen

Kommunalpolitik

CDU zeigt sich unbeirrt und unbeweglich – seit Jahren

Was sie von einer  qualifizierten Bürgerbeteiligung hält, nämlich nichts, demonstrierte die christdemokratische Partei vorgestern eindrucksvoll. Die Wichernschule wird, trotz der überwältigenden Unterschriftenaktion, geschlossen. Kurze Beine – kurze Wege? Gilt nur in Sonntagsreden. Mit Hilfe der geheimen Abstimmung konnte die CDU mindestens 2 Umfaller aus den anderen Parteien abwerben. Der Verdacht, dass diese Abweichler bereits im Vorfeld der CDU bekannt waren, drängt sich förmlich auf. Keine Sternstunde des Stadtrates. Die Diskussion über die Wichernschule ist aber nur ein Mosaikstein in einer seit Jahrzehnten andauernden,  ideologisch geprägten Schulpolitik der örtlichen Christdemokraten. Zur Erinnerung:

  • Beharren auf dem Fortbestand von nicht nachgefragten Hauptschulen
  • Ständige Diskreditierung der Gesamtschule(n)
  • Verhinderung einer 2. Dorstener Gesamtschule, trotz Nachfrageüberhang
  • Parallel Kritik an Schermbeck, Dorstener Schüler für dortige Gesamtschule abzuwerben
  • Abwanderung vieler Schüler aus Rhade, Lembeck, … nach Raesfeeld, Borken und Maria Veen
  • Trend wird sich deutlich verstärken, wenn eine weitere Gesamtschule in der Nachbarschaft mit Standort in Raesfeld und Borken realisiert wird. Das wäre übrigens in dem viel kleineren Borken bereits die 2. Gesamtschule

Fazit: Zu den wichtigsten Standortfaktoren einer Stadt gehören Schul,- und Bildungspolitik. Wer hier punkten will, muss modern, fortschrittlich und unverkrampft sein. Ob die Lippestadt-CDU diese Kriterien erfüllt? Die Frage scheint beantwortet.

Eigener Bericht

 
 

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