Dorstener Stadtentwicklung darf nicht von Industriefirmen diktiert werden

Kommunalpolitik

SPD-Fraktionsvorsitzender Dirk Groß unterstützt uneingeschränkt Bürgerantrag

Amprion will den Konverter zur Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom, definitiv in Altendorf-Ulfkotte ansiedeln. Mal abgesehen davon, dass Amprion das Antragsverfahren beim Kreis Recklinghausen einleiten und bestehen muss, hat der Bürgermeister wohl vergebens auf die schwarz-grüne Landesregierung und die grüne Ministerin Neubaur gesetzt. Falls die Ministerin gemäß ihrer Zusage versucht hat, zu vermitteln, hat das offenbar nicht gefruchtet.

Die SPD-Fraktion hat sich klar positioniert. Wir sehen die Priorität für den Konverter auf dem Areal von BP/Uniper. Die bestehende Industriekulisse in direkter Nachbarschaft zum jetzt ausgewählten Standort, ist für die Belastungen, die mit einem Konverterbau und dem Betrieb einhergehen, unstreitig besser geeignet.

Die SPD-Fraktion setzt darauf, dass alle Argumente des Bürgerantrages beim Prüfverfahren des Kreises Berücksichtigung finden:

  • Straßen- und Wegenetz sind nicht geeignet für erwartbaren Schwerlastverkehr (vor allem in der Bauphase).
  • Lärm und Abwärme sind dauerhaft hoch und problematisch, vor allem bei der geringen Nähe zu den Anwohnern
  • Der außerordentlich hohe und breite Baukörper passt nicht zum Siedlungsbereich

Die CDU hatte argumentiert, dass der Bund als Eigner von Uniper und die Landesregierung nun gefordert seien. Und der Bürgermeister hat besonders auf die grüne Wirtschaftsministerin in Düsseldorf gesetzt. Offensichtlich alles vergebens.  Nun sind unsere örtlichen Abgeordneten in der Pflicht, egal welches Parteibuch sie in der Tasche haben, die Dorstener Stadtentwicklung nicht einem Industrieunternehmen zu überlassen.

Auszüge aus einer Pressemitteilung der SPD-Ratsfraktion Dorsten vom Vorsitzenden Dirk Groß

 
 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007103466 -