Nicht vergessen - August Bebel
Am 12. August 1913, heute vor 100 Jahren, starb der große SPD-Vorsitzende August Bebel 73jährig.
Bebel kam aus ganz kleinen Verhältnissen. Volksschule, Lehre als Drechsler, dann auf die Walz durch Süddeutschland, Österreich und die Schweiz.
1860 lebt er in Leipzig und tritt dem neu gegründeten Gewerblichen Bildungsverein bei. Und damit begann eine unvergleichliche politische Entwicklung. 1869 gehört er zu den Gründern der SDAP, die mit dem von Lassalle bereits 1863 gegründeten ADAV später fusioniert. Die Geburtsstunde der SPD. Er schreibt das berühmte Buch „Die Frau und der Sozialismus“, das ein Bestseller der besonderen Art wird. Über 50 Auflagen werden gedruckt. Seine Hauptforderung nach der Gleichberechtigung wird 1919 durch das allgemeine Wahlrecht für Frauen teilweise erfüllt.
August Bebel führte viele Jahre die SPD und galt zeitlebens als Pragmatiker und Visionär gleichermaßen. Willy Brandt, der später ähnlich charismatisch die Partei führte blickte immer stolz auf seinen frühen Vorgänger zurück.
August Bebel bleibt ein Vorbild für Sozialdemokraten.