Ein Prosit, ein Prosit, der Gemütlichkeit? - Von wegen!

Gesellschaft

Ein Werbeverbot für Alkohol muss endlich kommen

 

Die Zahlen sind selbstredend – und schockierend. 1,8 Millionen Menschen gelten in Deutschland als alkoholsüchtig. Weitere Millionen nehmen regelmäßig schädliche Mengen Alkoholika zu sich. Übrigens jede 5. Frau und jeder 3. Mann! Pro Jahr bezahlen 74.000 Deutsche ihre Alkoholkrankheit mit dem Leben. Es reicht! Wann endlich stuft der Gesetzgeber Alkohol wie Tabak ein? Das Quasi-Werbeverbot für Nikotin hat dazu geführt, dass der Zigarettenkonsum deutlich zurückgegangen ist. Noch wichtiger ist jedoch, dass parallel das Rauchen immer häufiger als uncool eingestuft wird. Mitleid mit Noch-Rauchern ist weit verbreitet. Nach der „Qualmreduzierung“ muss jetzt die „Alkoholentgiftung" folgen. Der erste Schritt könnte der persönliche Verzicht oder die Reduzierung des „Genusstrinkens“ sein. Empfehlenswert ist auch, Alkohol nicht mehr zu verschenken. Viel wichtiger ist aber, dass der Gesetzgeber endlich handelt. So wie in Skandinavien, wo die Alkoholwerbung und der Verkauf klar reglementiert sind. Die Schweden trinken, trotz sich hartnäckig haltender Gerüchte, 1/3 weniger Alkohol als die Deutschen. Und die Norweger nur halb soviel. Grund genug, hier und jetzt, auch in Dorsten, Zeichen zu setzen und nicht länger die Augen vor dem Leid, das durch Alkohol ausgelöst wird, zu verschließen.

 

Eigener Bericht auf Grundlage eines Artikels der Süddeutschen Zeitung am 1.12.2019 „ Das letzte Glas“

 
 

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