Eine halbe Million Euro für Sanierung KIGA Stuvenberg? – Fragen müssen erlaubt sein

Kommunalpolitik

Mit schwerem Gerät und hohen Kosten wird versucht, das Provisorium zu erhalten.

Anfang der 70er Jahre schaffte es eine Initiative engagierter Eltern im Bereich Stuvenberg/Hünengrab, mit Hilfe der Stadt Dorsten, eine Spielstube zu betreiben. Kindergartenplätze waren Mangelware. Das hervorragend funktionierende „Provisorium“ wurde nach einigen Jahren durch einen Kindergarten-Neubau abgelöst. Das so genannte Fertiggebäude erfüllte damals sicherlich alle Kriterien, die an einen Kindergarten gestellt wurden. Jetzt sind ca. 40 Jahre ins Land gegangen. Obwohl die engagierten Mitarbeiterinnen und Eltern alles tun und getan haben, um die seit Jahren bekannten Baumängel mit liebevollen Verschönerungsmaßnahmen außen und innen zu kaschieren, vermittelt das Gebäude eher den Charme einer Containeransammlung. Seit einigen Wochen wird mit riesigem Aufwand saniert, um- und angebaut. Lisa Bauckhorn die Pressesprecherin der Stadt Dorsten teilte auf Anfrage mit, dass die Kosten mit 455.000 Euro angesetzt sind. Für 8 U3-Krabbelkinder muss ein Anbau errichtet werden. Parallel sollen einige „kleinere Sanierungsarbeiten am Hauptgebäude“ erfolgen. Dazu kommt, dass damals Baustoffe verwendet wurden, die heute als Schadstoffe gelten und gesondert entsorgt werden müssen.

Die Frage muss erlaubt sein,

ob das Gebäude nicht eigentlich „abgängig“ ist. Betrachtet man nämlich jetzt die freigelegten Seiten- und Dachwände, ist Stirnrunzeln angesagt. „Das war provisorisches Bauen in den 70er Jahren“, so ein Experte, der sich die Baustelle angesehen hat. Und weiter: „Das Gebäude erfüllt auch nicht die Vorgaben des Energiesparens“. Dass das Dach auch marode ist und im kommenden Jahr saniert werden soll, erfuhren wir auf Nachfrage von Eltern. Fazit der Rhader SPD: Das alte Fertiggebäude wird finanziell gesehen, ein Fass ohne Boden sein. Bau- und Finanzausschuss sollten, trotz der nicht mehr aufzuhaltenden Bauaktivitäten, einen Blick darauf werfen.

Alternative? Nebenan steht das katholische Gemeindezentrum St. Ewald. Ein Massivbau. Vor Jahren wurde ernsthaft überlegt, das Gebäude aufzugeben und zu verkaufen. Wäre das eine zweite Überlegung wert?

Eigener Bericht

 
 

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