Auch Campingplätze nutzen wohnungslose Studenten. Ist aber keine Dauerlösung.
Warum nicht mit einem Sonderprogramm gegensteuern?
Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Bildung ist das größte Kapital, um auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen und unser Land zukunftsfähig aufzustellen. Obwohl wir das seit Jahren wissen, leisten wir uns einen Flickenteppich unterschiedlichster Schulformen. Ein negatives Alleinstellungsmerkmal. Parallel beklagen wir eine viel zu große Anzahl an Schulversagern. Obwohl das Versagen eher im System als bei den Schülern zu suchen ist. Viele, die dennoch mit einer Hochschulreife die Schule beenden, wollen studieren. Die größte Hürde ist aber nicht die Zulassung an der Uni XY, sondern fehlender Wohnraum in allen Städten, die sich mit dem Zusatz Universitätsstadt schmücken. Studentenwohnheime stehen in viel zu geringer Zahl zur Verfügung. Dann hilft nur noch der freie Wohnungsmarkt. Und hier gilt Marktwirtschaft pur. Je größer die Nachfrage, je höher die Miete. Studenten drängen in enge Wohngemeinschaften, müssen nicht selten horrende Summen zahlen. Ins Berufsleben starten sie dann häufig mit einem aufgelaufenen Schuldenberg. Mehrfach versprachen Regierungen, den Wohnungsbau zu fördern. Das Ergebnis ist seit Jahren ernüchternd. Mit einem Sofort-Sonderprogramm für bezahlbare Studentenwohnungen könnte ein deutliches Zeichen gesetzt werden, den überhitzen Wohnungsmarkt, besonders in Universitätsstädten, zu entlasten.
Rhader Wohnraum-Appell - Wird morgen mit einem positiven Beispiel aus Frankreich fortgesetzt