Für Sie gelesen: Begegnungen mit Tisa von der Schulenburg

Allgemein

Eine Entdeckungsreise

Viele Dorstener Persönlichkeiten, die in der Lippestadt wirkten, sind bereits vergessen. Schwester Paula macht da eine Ausnahme. Sie ist eine Ausnahmeerscheinung. Ein neues Buch, herausgegeben von Erika Reichert und Edelgard Moers, bestätigt das auf 150 bestens gestalteten und reich bebilderten Seiten. Trotz der vielen vorliegenden Publikationen von und über Tisa von der Schulenburg, die nach ihrem Eintritt in das Dorstener Ursulinen-Kloster den Namen Schwester Paula trug, wird der aufmerksame Leser wieder neue Erkenntnisse über eine starke Frau gewinnen. Wenn 25 Autorinnen und Autoren sich an ihre Begegnungen zu unterschiedlichen Zeiten mit Tisa erinnern, werden alle Stationen ihres abenteuerlichen, mit vielen Brüchen versehenen Lebens aufgeblättert. Nicht voyeuristisch, eher hinterfragend, verständnisvoll, letztlich bewundernd. Es ist unmöglich, hier in wenigen Zeilen aufzuzeigen, aus welchem Blickwinkel Schwester Paula in dem neuen Buch von den Autoren betrachtet und beschrieben wird. Bemerkenswert ist, dass auch junge Menschen in beschriebenen Schulprojekten lebendige Geschichte am Beispiel einer ungewöhnlichen Dorstener Künstlerin und Nonne erarbeitet haben. Die Herausgeberinnen Erika Reichert und Edelgard Moers haben mit diesem neuen „Tisa-Buch“ eine Lücke im Wissen um Schwester Paula geschlossen. Vielleicht bieten die 5 Vornamen der beschriebenen Persönlichkeit einen weiteren Anlass, sie in Lebensabschnitte einzuordnen. Elisabeth, die Adlige - Mary, die Engländerin - Caroline, die ausgelassene Berlinerin - Veronika, die Verunsicherte - Margarethe, die Nachdenkliche - Schwester Paula, die Angekommene.

Dirk Hartwich

(Das Buch kann u. a. in der Stadtagentur Dorsten erworben werden)

 
 

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