Fürs Sie gelesen - Was der Kabarettist Georg Schramm von vielen Politikern hält

Allgemein

Aus WAZ, Do. 22. Aug. 2013, Rubrik Kultur und Freizeit
Auszug aus einem Interview, das Jakob Buhre mit Georg Schramm geführt hat

Frage:
Stimmt der Eindruck, dass in Ihren Augen die politische Klasse von Grund auf schlecht, ja böse ist?
Georg Schramm:
Nicht grundsätzlich. Aber es ist eine Ansammlung von Leuten, die charakterliche Defizite haben. Das ergibt sich aus der Art und Weise, wie man sich verhalten muss, damit man als Politiker Karriere macht. Die Zahl der Seiteneinsteiger in der Politik wird immer seltener und für den Aufstieg in der Politik braucht man Charaktereigenschaften, wie zum Beispiel Herr Söder, Philipp Mißfelder, Rösler, Lindner und solche Gestalten.
Frage:

Sie würden diesen jungen Politikern nicht zubilligen, dass sie am Allgemeinwohl interessiert sind?
Georg Schramm:
Das würde ich bei denen, die ich genannt habe, geradewegs in Abrechnung stellen. Wobei ich mich mit dem „von Grund auf“ schwer tue. Ich glaube, es gibt keine Eltern, die ihren Kindern absichtlich so etwas antrainieren würden, das sind immer Fehlentwicklungen. Es gehen vielleicht viele mit guten Absichten in die Politik, werden dann aber deformiert. Der politische Betrieb, wie wir ihn haben, hat Persönlichkeitsbeeinträchtigungen zur Folge.

Frage:
Gibt es Ausnahmen?
Georg Schramm:
Ganz wenige, die sind schon relativ alt und aus dem politischen Alltagsbetrieb raus. Erhard Eppler und Egon Bahr gelten als große Köpfe der Sozialdemokratie, aber das sind alte Männer. Und Heiner Geißler, dem würden seine eigenen Leute am liebsten Rattengift geben

Frage:
Welchen Anteil an Ihrer Polemik hat denn Beleidigung?
Georg Schramm:
Bei mir? Ich finde, relativ wenig (lacht) – falls Sie das überrascht.

Das gesamte Interview ist lesenswert. Siehe WAZ 22.8.13 ..

 
 

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