Exzesse stoppen!
Nach dem Schweizer Volksentscheid gegen überzogene Managergehälter fordern SPD-Politiker erneut eine Diskussion über Gehaltsgrenzen: „Die Menschen wollen auch bei uns die enormen Einkommensunterschiede zwischen Spitzenmanagern und den vielen sonstigen Arbeitnehmern nicht mehr hinnehmen“, sagte SPD-Bundestagsfraktionsvize Joachim Poß.
„Es gibt keinen überzeugenden sachlichen Grund für exzessiv hohe Managergehälter, gegen die die Schweizer ‚Abzocker-Initiative’ ankämpft. Es ist lächerlich, übersteigerte Managergehälter mit dem Argument der Wettbewerbsfähigkeit zu verteidigen“, weitete Poß am Montag in Berlin seine Kritik aus.
„Unternehmen sind kein Selbstbedienungsladen“
Wer so etwas behaupte, wolle in Wirklichkeit nur „seine Pfründe sichern“, so Poß: „Aber Unternehmen sind kein Selbstbedienungsladen für die in ihnen wirkende Managerkaste.“
Dass sogar ein Land mit so „liberaler Wirtschaftstradition“ wie die Schweiz so abstimme, zeige deutlich einen Klimawechsel an, so Poß am Montag in der „Berliner Zeitung.“ Und fügte in Berlin hinzu: „Viel zu oft haben die mit hohen Gehältern angelockten Manager gezeigt, dass sie ihr Geld bei weitem nicht wert sind“, argumentierte der stellvertretende SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzende.
Schweizer stimmen für Volksbegehren
Die Schweizer Bevölkerung hatte am Sonntag einem Volksbegehren gegen überzogene Managervergütungen mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Initiative zielt darauf ab, Exzesse bei Bonuszahlungen, Abfindungen und Gehältern für Manager börsenorientierter Unternehmen durch die Stärkung der Aktionärsrechte zu unterbinden. Über die Höhe von Managervergütungen sollen die Aktionäre jährlich entscheiden.
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