Gute Bildung ist Schlüssel für erfolgreiche Zukunft

Schule und Bildung

In der Grundschule werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Auch in Rhade. Kein Kind zurücklassen!

"Du lernst nicht für die Schule sondern für dich!"

Wer kennt den Spruch der Eltern nicht, um Kinder und Heranwachsende zu motivieren, mehr für die Schule zu tun.

Der Beweis, dass da was dran ist, wird in regelmäßigen Abständen durch internationale Vergleichsstudien bewiesen. Jetzt hat die OECD dazu einen neuen Bericht vorgelegt. Fazit: Bessere Bildung = mehr soziale Gerechtigkeit.  

Yasmin Fahimi, SPD-Generalsekretärin bewertet die neueste Studie:

In Deutschland streben so viele junge Leute wie noch nie einen Hochschulabschluss an. Das belegt eine neue OECD-Studie. Der Bildungserfolg ist allerdings eng an die soziale Herkunft gekoppelt. SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi spricht von alarmierenden Zahlen, denn das Versprechen „Aufstieg durch Bildung“ ist noch immer nicht eingelöst.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat am Dienstag in Berlin ihren neuen Bildungsbericht vorgestellt. „Die Zahlen der OECD sind alarmierend“, beklagte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi, denn „in kaum einem anderen Land bestimmt der Bildungsgrad der Eltern noch immer über den eigenen Bildungserfolg wie bei uns. Drei von vier Kindern übertreffen den Bildungsabschluss ihrer Eltern nicht. Dabei ist das Einkommen immer stärker abhängig vom Bildungsgrad.“

Soziale Mobilität durch Bildung

Auch Heino von Meyer, Leiter des OECD Berlin Centres, räumte bei der Vorstellung des Berichts in Berlin ein, dass Deutschland zwar bei vielen Indikatoren des diesjährigen Bildungsberichts gute Ergebnisse erziele, jedoch „bei genauerem Studium der Daten stellt sich allerdings heraus, dass die schönen Durchschnittswerte nur die halbe Wahrheit erzählen.“

Von Meyer führte aus, dass für Schülerinnen und Schüler aus sozial schwachen Familien das Versprechen „Aufstieg durch Bildung“ häufig in weiter Ferne bleibe. „Dabei kann kaum etwas Menschen besser aus Arbeitslosigkeit, Armut und Ausgrenzung herausführen als Bildung. Für eine Gesellschaft ist das vielleicht die größte Herausforderung: Durch Bildung soziale Mobilität zu fördern.“

Das Lernen aller fördern statt nur wenige besser auszubilden

„Die SPD setzt sich für weiter steigende Bildungsausgaben in Deutschland ein – von der Krippe bis zur Hochschule“, machte Fahimi am Dienstag deutlich. „Wir brauchen ein Bildungssystem, das das Lernen aller fördert und den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft entkoppelt, statt nur wenige immer besser auszubilden.“

Insgesamt ist die Bildungsmobilität in Deutschland so gering wie in kaum einem anderen OECD-Land: 58 Prozent aller Erwachsenen zwischen 25 und 64 Jahren haben den gleichen formalen Bildungsstand wie ihre Eltern, 24 Prozent sind besser ausgebildet und 18 Prozent bleiben hinter den Qualifikationen ihrer Eltern zurück.

Soziale Kluft ist größer geworden

In Deutschland erwerben so viele junge Leute wie noch nie einen weiterführenden Abschluss - etwa an einer Hoch-, einer Fachschule oder als Meister. Dieser Anteil an Hochgebildeten wächst allerdings OECD-weit in kaum einem anderen Land so langsam wie hier. Im OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick“ wurde aufgeschlüsselt, dass in Deutschland 28 Prozent der 25- bis 64-Jährigen über einen sogenannten Tertiärabschluss verfügen, im Durchschnitt der OECD sind es 33 Prozent.

Im Bildungsbericht wird zudem kritisiert, dass sich die soziale Kluft zwischen gut ausgebildeten und weniger gut ausgebildeten Menschen in den vergangenen Jahren erheblich vertieft habe. Auch wenn die Arbeitslosenzahl in Deutschland in den vergangenen Jahren gesunken ist, so seien mit 12,8 Prozent aber noch immer weit mehr Menschen mit geringer Ausbildung ohne Job als jene in höheren Bildungsstufen (mit gymnasialem Abschluss: 5,3 Prozent, mit Hochschul- oder Meisterabschluss: 2,4 Prozent).

Bildungsferne Schichten bleiben auf der Strecke

Dramatisch aus Sicht der OECD-Autoren: Die Kluft zwischen den Einkommen der verschiedenen Bildungsstufen ist signifikant größer geworden. 2012 verdienten Hochqualifizierte 74 Prozent mehr als Erwerbstätige, die nach der Realschule oder dem Gymnasium weder zur Uni noch zur Fach(hoch)schule oder in einen Meisterkurs gegangen waren. Im Jahr 2000 hatte dieser Vorsprung noch bei 45 Prozent gelegen.

„In Deutschland hat der Bildungsaufschwung bisher nur bedingt zu einer besseren sozialen und ökonomischen Teilhabe bildungsferner Schichten beigetragen“, so das Fazit des Berliner OECD-Vertreters Heino von Meyer. „Wir müssen in mehr und bessere Bildung für alle investieren, um Menschen langfristig aus Arbeitslosigkeit, Armut und Ausgrenzung herauszuführen“, forderte Fahimi. „Bessere Bildung bedeutet mehr soziale Gerechtigkeit – aber auch mehr Wohlstand für alle.“

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