Spielplatz Hünengrab wird teilweise bebaut – Eine Sparmaßnahme

Kommunalpolitik

Das Objekt der Baubegierde - Spielplatz Hünengrab

Siedlergemeinschaft hatte andere Vorstellungen

Dorsten geht am Stock. Über 200 Sparvorschläge warten darauf, umgesetzt zu werden. Maßnahmen, die die eigenständige, finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt zurückgewinnen sollen. Der Spielplatz Am Hünengrab soll nun teilweise bebaut werden, eine größere Restfläche aber weiterhin dem Spieltrieb der Kinder dienen. Die Siedlergemeinschaft vor Ort hatte immer andere Vorstellungen. Bereits frühzeitig hat sie klar gemacht, dass die Freifläche in der Siedlung mehr ist als „nur“ ein Spielplatz. Sie gilt als Treffpunkt aller Generationen und trifft damit genau den Kern, den z. B. auch der Seniorenbeirat unter großer Zustimmung der Öffentlichkeit vor Jahren herausgearbeitet hat. Was aus Finanzgründen richtig sein könnte,

ist aus Stadtentwicklungssicht völlig falsch. Freiflächen haben eine besondere Funktion in einem bebauten Gebiet. Nicht zu unterschätzen ist z. B. das Kleinklima vor Ort, das durch zusätzliche Bebauung entscheidend verändert wird. Das alles zählt aber nicht. Die Mehrheit im Rat wird pro zusätzlicher Bebauung entscheiden. Der Siedlergemeinschaft, die mit einer Unterschriftenaktion gegen die Bebauung beim damaligen Bürgermeister Lambert Lütkenhorst vorstellig wurde, wurde umgehend signalisiert, wenig bis gar keine Chancen auf  Änderung der Rathauspläne zu haben. „Aber“, so das Versprechen, „vom Teilerlös des Grundstückverkaufs wird der Restspielplatz neu gestaltet“. Dieter Stephan, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft bestätigte im Gespräch nochmals, dass die Nichtbebauung die viel bessere Lösung wäre, man sich aber wohl arangieren müsse..

 
 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007141344 -