Hans-Willi Niemeyer kritisiert Stellungnahme des Bürgermeisters, die in der Dorstener Zeitung veröffentlicht wurde.

Stadtverband

Leserbrief an Dorstener Zeitung/Ruhr Nachrichten

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Klein!

In Ihrer Berichterstattung vom 20.11. 2010 über den Fall der unrechtmäßigen Abschiebung haben Sie nach meinem Dafürhalten
zwei Dinge miteinander verquickt, die direkt nichts miteinander zu tun haben.
Hier die Entschuldigung der Stadtspitze. Dort die Angriffe des Bürgermeisters auf den Sozialpfarrer Hans-Udo Schneider.

Sie und wir, also die Journalisten auf der einen Seite sowie die Leser Ihrer Zeitung und ehrenamtlich kommunalpolitisch Engagierte waren doch überwiegend der Meinung, dass das Gericht zu Recht der Stadt die Leviten gelesen hat, weil sie gravierend gegen Gesetze verstoßen hat.
Die Entschuldigung des Bürgermeisters, damit die Schuldanerkennung, verliert aber dadurch an Substanz, dass er beginnt zu relativieren.
Nach dem Motto: Ja, da habe ich einen Fehler gemacht – aber der Sozialpfarrer Schneider hat nicht das Recht mich zu kritisieren.
Ich will jetzt nicht in den gleichen Fehler verfallen, und mich in Einzelheiten verheddern.
Aber denjenigen im gleichen Atemzug zu beschuldigen, der sich u. a. auch besonders für die verbrieften Rechte der Minderheiten einsetzt und unermüdlich Fehlentwicklungen und Fehlverhalten aufzeigt, ist kein guter Stil und der Schwere des eigenen Fehlverhaltens nicht angemessen.

Hans-Willi Niemeyer

 
 

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