Hat die Stadt Dorsten Leichen im Keller?

Kommunalpolitik

Dorstener Kämmerer nimmt Währungsturbulenzen auf die leichte Schulter

Dorsten ist Pleite. Seit Jahren. Über die Gründe haben wir zig Mal berichtet. Pleite heißt, dass die Ausgaben höher sind als die Einnahmen. Die Finanzlücke wird mit Krediten geschlossen. Banken bieten Kredite zu unterschiedlichen Konditionen (Zinsen und Laufzeit) an. Ein Kämmerer hat die Aufgabe, das Beste, sprich kostengünstigste Angebot für die Stadt herauszufinden. Das Kontrollorgan des Kämmerers ist der Stadtrat. Kredite bei Schweizer Banken in Franken waren lange Zeit der Renner der Kommunalwirtschaft. Risiko? Der bislang feste Wechselkurs zwischen Euro und Franken schien vertretbar zu sein. Jetzt ist etwas passiert, was die Finanzwirtschaft auf den Kopf und Dorsten vor Probleme stellt. Die Schweiz hat die Bindung der beiden Währungen aufgegeben. Ergebnis: Dorsten muss mehr Euros aufbringen, um die Kredite in Schweizer Franken abzulösen. Das heißt: Es ist ab sofort ein großes Verlustgeschäft. Der Kämmerer gibt sich betont gelassen. Etwas zu gelassen - meinen wir. Es ist nie gut „Leichen im Keller zu haben“. Die Leichen sind hier die angesprochenen Kredite. Auch wenn die Laufzeit verlängert werden kann, der Zeitpunkt der Rückzahlung kommt. Und die Dorstener Finanzprobleme werden nicht geringer.

Eigener Bericht

 
 

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