Haus Mantra macht Schlagzeilen

Allgemein

Turbulenzen im Rhader Haus der Geborgenheit

Kündigungswelle nach „Hilfeschrei“ wirft Fragen auf

Nach einem Bericht der Dorstener Zeitung wurde 11 Mitarbeiterinnen im Rhader „Haus der Geborgenheit“ wegen „nachhaltig gestörtem Vertrauensverhältnis“ gekündigt.

Was ist passiert? Die Mitarbeiterinnen haben aufgezeigt, völlig überlastet zu sein. „Die Personaldecke reicht vorne und hinten nicht“. Ein Hilfeschrei, so die Betroffenen. Die Geschäftsführung, Haus Mantra ist einen GmbH, sieht das ganz anders.

Die jetzt folgende juristische, arbeitsrechtliche Auseinandersetzung ist eine Sache. Andererseits sind die ersten „Verlierer“ in dieser Auseinandersetzung immer die zu Betreuenden.

Besichtigung im Kommunalwahlkampf hinterließ einen guten Eindruck

Es ist noch nicht lange her, da haben Mitglieder der Rhader SPD mit Michael Baune, dem Bürgermeisterkandidaten, das Haus Mantra besichtigt. „Wir hatten einen guten Eindruck gewonnen und waren beeindruckt von der Einrichtung, dem Konzept und dem Klima“, so die heutige Stellungnahme. Und weiter:“ Klar ist uns natürlich auch, dass bei so einem Besuch nur ein kurzer Eindruck gewonnen werden kann“.

Kein Einzelfall

Ohne in die Auseinandersetzung eingreifen oder voreilig Position beziehen zu wollen, ist das Vorkommnis in Rhade kein Einzelfall auf der „Landkarte der Pflegeeinrichtungen“. Die Probleme in Kurzform:

  • Wir werden fast alle älter
  • Die Anzahl der Pflegebedürftigen steigt rasant
  • Gesundheit und Pflege ist ein Milliardengeschäft
  • Pflege der Patienten benötigt Zeit
  • Zur Pflege gehört untrennbar auch die Würde der Betreuenden
  • Die Mitarbeiter/Innen werden unterbezahlt
  • Die Mitarbeiter/Innen sind nicht immer qualifiziert
  • Nicht jeder Träger ist geeignet, die Verantwortung zu tragen
  • Die hohe Fluktuationsrate der Mitarbeiter/Innen gehört zum Alltag
  • Die Arbeit gehört in den Bereich „Schwerstarbeit“

Fazit: Der „Fall Mantra“ muss uns aufrütteln. Wie gehen wir mit unseren alten Menschen um? Oder aktueller gefragt: „Wie stellen WIR uns eigentlich die letzte Phase unseres Lebens vor?“

 

 

 
 

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