Was ist los in den USA?
Jo Biden und die Demokratische Partei haben es geschafft, Donald Trump mit dem Stimmzettel zu besiegen. Und nun? Alles gut? Nein sagt ein Amerika-Experte. Das Land ist in überhaupt keinem guten Zustand. Die Konservative Partei lässt sich nach wie vor von Trump aus dem Hintergrund destruktiv steuern. Sein Ziel ist, wieder als Präsidentschaftskandidat anzutreten. Dazu sind ihm und seinen Anhängern alle Mittel recht. Hinzu kommt, dass die Demokratische Partei total zerstritten ist und keinen gemeinsamen Weg findet, Trump zu verhindern. Trump und seine Gefolgsleute gehen systematisch vor. Sie sammeln bereits jetzt viele Millionen Dollar, um auch noch dem letzten Amerikaner glaubhaft zu machen, dass Jo Bidens Wahlsieg keiner war, sondern manipuliert wurde. Nach Umfragen sind bereits heute drei Viertel der Republikaner dieser Meinung. Des Weiteren schneiden die Konservativen viele Wahlkreise so zu, dass Konkurrenten auf lange Sicht erfolglos sein werden. Parallel sind sie dabei, den Eintrag ins Wahlregister, besonders für Wähler mit Migrationshintergrund zu erschweren. Wahllokale werden zusammengestrichen und die Briefwahlmöglichkeit eingeschränkt. Abgeordnete, die blind dem Demagogen Trump folgen, werden finanziell großzügig unterstützt, die wenigen Andersdenkenden geächtet. Rechte Kongressabgeordnete übertreffen sich in diesem Monat mit Fotos von scharfen Handfeuerwaffen unter dem Weihnachtsbaum für ihre eigenen Kinder. Fazit: Die USA sind in einem bedenklichen Zustand und die nächste Präsidentschaftswahl findet schon 2024 statt.
Eigener Bericht auf Grundlage des Berichts „Amerika, 2024. Kommt Donald Trump zurück?“, der in der Süddeutschen Zeitung am 11./12. Dezember veröffentlicht wurde.