Heute wollen wir mal nicht über CORONA und die Folgen berichten - Heute erinnern wir an eine starke Dorstener Frau

Gesellschaft

Ein spannendes Buch: Die Zeichnungen und Aufzeichnungen von Tisa Schulenburg

Schwester Paula – Künstlerin und Ordensfrau (1)

 

Die öffentliche Diskussion über die mögliche Verlegung des Tisa-Brunnens aus der Dorstener Innenstadt, ist eine gute Gelegenheit, an eine außergewöhnliche Frau, die Dorstener Geschichte geschrieben hat, zu erinnern. Dazu übernehmen wir den Artikel von Wolf Stegemann, Autor des Dorsten-Lexikons, in mehreren Abschnitten. Das Dorsten-Lexikon kann unter www.dorsten-lexikon.de aufgerufen werden:

1903 in Tressow bis 2001 in Dorsten; Ehrenbürgerin, Künstlerin und Nonne. – Die geborene Gräfin Elisabeth von der Schulenburg lebte von 1952 bis zu ihrem Tod 2001 als Sr. Paula im Ursulinenkloster in Dorsten. Als Künstlerin nahm sie den Namen „Tisa“ an. Von Geburt Gräfin, aus Berufung Künstlerin und aus Überzeugung Nonne war Sr. Paula, vormals geschiedene von Barner, davor geschiedene Hess und davor geborene Gräfin Elisabeth Karoline Mary Margarete Veronika von der Schulenburg, eine höchst ungewöhnliche Frau, die annähernd ein volles Jahrhundert gelebt und fast das gesamte 20. Jahrhundert mit seinen Brüchen und Verwerfungen erlebt hat. Daher zeichneten persönliche und existenzielle Brüche auch ihr Leben. Nach Dorsten kam sie schon Ende der 1940er-Jahre. Sie wählte die Stadt, weil hier – im Kreis Recklinghausen – ihr Bruder Fritz-Dietlof Anfang der 1930er-Jahre gelebt hatte. Sie wohnte „als Ostflüchtling“ im Pfarrhaus von St. Agatha, wo sie katholisch wurde, und schnitzte für die Pfarrei aus den jahrhundertealten Balken des kriegszerstörten Rensingschen Hauses einen Kreuzweg.

 

Wolf Stegemann 

 
 

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