Rhader SPD analysiert die Antworten des Technischen Beigeordneten
- Frage (Kurzform*): Ist der Rhader Rahmenplan ein Schubladendenpapier?
Antwort Holger Lohse (Kurzform*): Nein, wir nutzen ihn wo es geht und wenn Geld da ist. Die EU fördert den ländlichen Raum mit einem neuen „Leader-Projekt“.
Die Rhader SPD sagt dazu: Wir sehen unsere Befürchtung bestätigt, dass der Rhader Rahmenplan die Entwicklung des Stadtteils nur sporadisch begleitet, anstatt ihn zu prägen. Der Hinweis auf die Haushaltslage ist älter als der Plan und hilft nicht weiter. Das EU-Projekt LEADER, noch im Entwicklungsstadium, ist ein guter Ansatz, den ländlichen Raum zu stabilisieren. Das bedeutet aber nicht, die eigenen Hausaufgaben (Umsetzung Rahmenplan) zu vernachlässigen.
- Frage (Kurzform*): Warum werden die geplanten Kreisverkehre in Rhade nicht sofort gebaut?
Antwort Holger Lohse (Kurzform*) Wir wollen das, der Kreis RE im Prinzip auch, aber es gibt zu wenig Verkehr und Unfälle. Und Geld hat der Kreis im Moment dafür auch nicht.
Die Rhader SPD sagt dazu:
Wer die geplanten Kreisverkehre deswegen nicht baut, weil an diesen Stellen bisher keine Unfallgefahren erkennbar sind und kein Geld vorhanden ist, kennt die Situation vor Ort überhaupt nicht. Es geht auch um Stadtentwicklung und die kreative Reduzierung des Durchgangsverkehrs in einem 3 Kilometer langen Straßendorf. Wir fordern Verwaltung und Rat auf, die Rhader Verkehrssituation zu verbessern und unsere Forderungen aktiver und energischer gegenüber dem Kreis RE zu vertreten.
3. Frage (Kurzform*): Wer fördert eigentlich im Rathaus die Freizeit- und Tourismusplanung für Rhade und Nachbarn?
Antwort Holger Lohse (Kurzform*) Die Wirtschaftsfördergesellschaft WinDor hat den Hut auf. Andere Dezernate und Ämter im Rathaus stützen alle Projekte.
Die Rhader SPD sagt dazu: Dass Freizeitangebote und sanfter Tourismus eine wichtige Zukunftsfunktion für Rhade und Nachbargemeinden haben können, ist eine „uralte“ Erkenntnis. Verschiedene, mit den Bürgern erarbeitete Pläne schlummern in den Behördenschubladen. Bisher haben wir nicht wahrgenommen, dass WinDor hier nachhaltige Zeichen gesetzt hätte. Das jetzt diskutierte EU-Projekt LEADER hat gezeigt, welches Potenzial auf diesem Gebiet schlummert. Für die Verwaltung gilt: Wenn man will und engagiertes Personal hat, lässt sicht viel bewegen. Trotz einer bescheidenen Kassenlage.
*) Die kompletten Fragen und Antworten stehen auf dieser Internetseite unter dem Datum 28.11.2014. Der Artikel trägt die Überschrift: 3 Fragen an Holger Lohse, Technischer Beigeordneter der Stadt Dorsten