SPD-Rhade sticht ins Wespennest

Kommunalpolitik

Großbaustelle KiGa wird zum finanziellen Fass ohne Boden

Kosten für KiGa Stuvenberg laufen aus dem Ruder

Seit Wochen wird am Kindergarten Stuvenberg saniert und umgebaut. Schweres Gerät ist im Einsatz. Die Rhader SPD hat bei der Verwaltung kritisch (13.11.) nachgefragt. Die Antwort: Erweiterung um 8 U3-Plätze und Sanierung der Bausubstanz. Geplante Kosten: 455.000 Euro. Das wollten wir gar nicht glauben. Doch die Wahrheit ist viel brisanter. Aufgeschreckt durch die Rhader SPD-Information und die Presseberichterstattung darüber, wird sich am Dienstag, 9.12., der Bauausschuss mit „dem Fall“ beschäftigen. Die Vorlage für die Ausschussmitglieder ist umfangreich und ernüchternd. Die geplanten Kosten lassen sich auch nicht annähernd einhalten. Über 30% Steigerung wird bis jetzt angenommen.

  • Legionellen im Trinkwasser sorgen für den Umbau des Trinkwassersystems
  • Das Dach ist marode und muss erneuert werden
  • Die Elektrotechnik entspricht nicht dem Stand der Technik
  • Im Baukörper stecken Schadstoffe, die gesondert entsorgt werden müssen
  • Usw., usw.

Fazit der Verwaltung:

  • Die erste Planung war die kostengünstigste Variante von mehreren Möglichkeiten
  • Die Kostensteigerungen waren so nicht zu erwarten, sind aber begründbar
  • Im März 2014 wurde wegen des Zeitdrucks entschieden, Umbau und Sanierung durchzuführen, obwohl ein Neubau nicht teurer geworden wäre
  • Jetzt ist alles unumkehrbar

Fazit der Rhader SPD:

Das mit der Planung beauftragte Architekturbüro hatte frühzeitig den Hinweis gegeben, dass ein Neubau wirtschaftlicher wäre. Wir teilen diese Einschätzung. Der Kindergarten ist ein über 40 Jahre altes Fertighaus. Bei den ersten Öffnungen der Seitenwände konnte selbst der Laie erkennen, dass eine Sanierung sich nie und nimmer rechnen kann. Spätestens jetzt hätte eine andere Entscheidung getroffen werden müssen.

Letzte Anmerkung: Der Um- und Erweiterungsbau wird beim laufenden Kindergartenbetrieb durchgeführt. Das mag für die Kinder kurzfristig nicht uninteressant sein, für das Personal ist es eigentlich unzumutbar. Wer den Lärm und den Schmutz vor Ort sieht, wundert sich nur noch. Dem Bauausschuss ist eine Ortsbesichtigung zu empfehlen.

Eigener Bericht

 

 
 

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