Ist das Abwenden von Politik eine Lösung?

Gesellschaft

Ein Plädoyer für mehr Allgemeinbildung und gesellschaftspolitische Teilnahme

Zur Zeit blicken wir gebannt in die USA. Die Schüsse auf Trump zeigen eindringlich, wohin Hetze und persönliche Herabsetzung führen können. Warum lassen sich Massen so manipulieren, dass sie den politischen Kontrahenten die Pest, wenn nicht gar mehr an den Hals wünschen? Dass wir in Deutschland davor nicht gefeit sind, beweisen die menschenverachtenden, mörderischen Taten der Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1945. Obwohl unser Land als Heimstatt der klugen Menschen, also als das Land der Dichter und Denker galt, hat die Mehrzahl der Bevölkerung alles bisher Gelernte beiseite geschoben, um aktiv und passiv den Tätern den (gehobenen) Unterstützungsarm zu reichen. Nie wieder! Mit unserem Grundgesetz wurden vor 75 Jahren die Weichen so gestellt, dass im Mittelpunkt unseres Handelns die Menschenwürde steht. Und zwar uneingeschränkt. Mehr Demokratie wagen! Mehr (Allgemein)Bildung vermitteln! So will sich  Deutschland vor politischen Schaumschlägern und Lügnern schützen. Dass was scheinbar funktionierte, gerät aktuell in Schieflage. Die letzte Europawahl lässt den aufgeklärten Zeitgenossen zweifeln, ob das Bildungssystem, hier wie da, eine Schutzmauer vor demokratieverachtendem Populismus bietet. Diejenigen, die sich von der Tagespolitik angewidert abwenden, sind, vielleicht ungewollt, auch ein Teil des Problems. Statt gesellschaftspolitischer Passivität, ist das aktive Eintreten für Demokratie gefragt. Nie wieder ist nämlich jetzt!

Eine Rhader Meinung zum Wochenende

 
 

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