
Friedhelm Fragemann enthüllt das neue Schild, BM Stockhoff und sein Stellvertreter Achim Schrecklein assistieren.
Referent würdigt eindrucksvoll den Menschen Johannes Rau
Es war ein Glücksgriff der Verwaltung, zur Einweihung des Johannes-Rau-Platzes, Dr. Ulrich Heinemann, Historiker, Lehrbeauftragter, Herausgeber und Publizist, sowie Autor des Buches „Der Besondere - Eine politische Biographie“, als Redner gewonnen zu haben. Er, der Johannes Rau beruflich lange Jahre aus nächster Nähe erlebt hat, beschrieb den Menschen und Politiker so eindrucksvoll, dass die rund 40 Teilnehmer an der Veranstaltung gebannt zuhörten. Er sei ein Feingeist gewesen, der als Sozialdemokrat überwiegend überparteilich agierte, der das „fair bleiben“, immer auch die politischen Konkurrenten spüren ließ, der in seinen Reden nicht nur den Verstand, sondern auch das Gefühl ansprach. Sein Leitsatz lautete über Jahrzehnte, VERSÖHNEN STATT SPALTEN. Interessant, wie Ulrich Heinemann die Verbindung zwischen Johannes Rau und der Stadt Dorsten aufzeigte. Mehrfach sei er in der Lippestadt gewesen, hat den Hervester Brunnenplatz und das Jüdische Museum eingeweiht, hat im Lembecker Schloss, eindrucksvoll über das Thema Migration referiert und war den Bergleuten bei ihrem Kampf um Arbeitsplätze sehr nahe. Den Platz vor dem Bürgerbahnhof JOHANNES-RAU-PLATZ zu nennen, sei eine sehr gute Wahl, so der Referent. Zuvor hat der Bürgermeister Tobias Stockhoff, nicht weniger eindrucksvoll, die richtigen Worte gefunden, um die Ratsentscheidung zu erläutern. Sein Hinweis, in Kürze den in der Nähe befindlichen Platz GESCHWISTER-SCHOLL-PLATZ zu benennen, wurde mit Zwischenapplaus begleitet. Friedhelm Fragemann, der den Antrag vor vielen Jahren, eine Straße oder einen Platz in Dorsten nach Johannes Rau zu benennen, im Stadtrat einbrachte, enthüllte unter Beifall das neue Dorstener Straßenschild.
Dirk Hartwich