Christoph Beemelmanns: A31-Grünbrücke ist Erfolgsgeschichte
Das war informativ, interessant und spannend. Die Grünbrücke über die A31, lange Zeit mit kritischen Kommentaren begleitet, hat ihre Feuertaufe bestanden. Bereits wenige Tage nach der Fertigstellung hat das Rotwild den Weg auf die andere Seite gefunden. Kameras lieferten die eindeutigen Beweise.
Christoph Beemelmanns, Förster in Diensten des RVR (Regionalverband Ruhr) nahm die aufmerksamen Zuhörer mit auf eine interessante Pirsch. Mit Fotos konnte er zeigen, wer so alles „wild wechselt“. Neben den erwünschten Arten (Rotwild, Schwarzwild, Niederwild und Co.) gab es auch unerwünschten Besuch von Mountainbikern, Spaziergängern und Joggern. Klare Kameraaufzeichnungen dokumentierten die daraufhin eingetretenen Veränderungen. Der natürliche Wildwechsel kam für mindestens 2 Tage zum Erliegen.*
Bedenkt man, dass das Rotwild seit Beginn der Aufzeichnungen fast täglich die Brücke annimmt, und zwar in den Nachmittags- und frühen Abendstunden von West nach Ost und nachts in umgekehrter Richtung, kann eindeutig von einer Erfolgsgeschichte zugunsten des Natur- und Tierschutzes gesprochen werden.
Christoph Beemelmanns Statistik wird in ganz Deutschland und dem benachbarten Holland aufmerksam gelesen. Die fantastischen „Pendlerzahlen“ haben der Dorstener Brücke Modellcharakter verschafft. „Die Kritiker sind eindeutig weniger geworden“, fasst Beemelmanns stolz sein Fazit in einen Satz.
* Nachsatz: Die Dorstener Zeitung berichtet heute (9. April), dass der Dorstener Umweltausschuss eine Ortsbesichtigung auf der Brücke vorgenommen hat. Das Foto zeigt die Mitglieder beim Begehen der Grünbrücke. Verstehen kann das der aufmerksame Zeitgenosse nicht, der den spannenden Vortrag von Beemelmanns bei der Kolpingfamilie Rhade gehört hat.