
So könnte es aussehen - das berühmte Finanzloch der Stadt
Dorstener SPD will die Wende
Kaputt sparen, marode Infrastruktur, Leistungsabbau, Schließung – das waren nur einige Umschreibungen, die inhaltlich dem Dorstener SPD-Parteitag am Samstag eine besondere Note verliehen. Natürlich ging es dabei um die nach wie vor ungelöste kommunale Finanzkrise. Michael Baune und Friedhelm Fragemann, die Leitfiguren der Dorstener Sozialdemokraten, versuchen alles, um die mit Händen zu greifende „Depression“ in der Stadt und Bevölkerung aufzuhalten. „Wir können machen was wir wollen, wir können sparen, die Steuern erhöhen – das Finanzloch droht zum alles verschlingenden Moloch zu werden“, so ein kritischer Delegierter, der eine große, solidarische, konzertierte Aktion des Bundes, der Länder und der Kommunen als Lösung ansieht. Michael Baune (Optimist) und Friedhelm Fragemann (Realist) ergänzen sich aber hervorragend, um das „Dorstener Problem“, das in Wirklichkeit ein strukturelles, durchgängiges Problem der meisten Städte ist, den Abgeordneten in Berlin und Düsseldorf weiter „aufs Butterbrot zu schmieren“ und sie an ihre Verantwortung, „gleiche Lebensbedingungen für alle Bürgerinnen und Bürger in unserer Republik“ zu schaffen, zu erinnern. Gelingt das nicht, werden aus gestaltenden Leitfiguren schnell politische Leidfiguren.
Linke Tasche, rechte Tasche – ein praktisches Beispiel: