Alte Zöpfe müssen abgeschnitten werden
Gibt es Parallelen zu einer Partei, den Printmedien, der Kirche und einem Fußballclub? Auf den ersten Blick natürlich nicht. Obwohl alle Spieler eines Fußballvereins das Beste versuchen zu geben, lügt die Tabelle nie. Obwohl Pfarrer und Laien in der Kirche täglich aktive Seelsorge und Sozialarbeit leisten, überwiegen die Kirchenaustritte. Obwohl Journalisten an allen Tagen der Woche im Einsatz sind um eine aktuelle Tageszeitung zu produzieren, sinkt die Auflage. Obwohl in der SPD viele Profis und Idealisten beweisen, dass das Eintreten für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität hochaktuell und nicht von gestern ist, bleibt zurzeit die Unterstützung bei Wahlen aus. Obwohl das Vergleichen einer Partei mit der Kirche, dem Zeitungsverlag und dem Sportverein sehr gewagt ist, soll damit aufgezeigt werden, dass in allen Fällen nur eine schonungslose Analyse und das beherzte Umsteuern den weiteren Abstieg vermeiden kann. Die Printmedien bieten parallel Online-Ausgaben an, die Kirchen öffnen sich, der Fußballclub stellt sich neu auf. Und die SPD? Sie wird gebraucht, sie ist kein Ladenhüter, sie muss aber der Realität ins Auge blicken. Und dann ist zu erkennen, dass organisatorisch alte Zöpfe abgeschnitten werden müssen, dass inhaltlich ein Gesamtkonzept die künftige Richtung aufzeigen muss, und dass Personen an der Spitze stehen müssen, die Führung und Orientierung beherrschen. Klingt doch relativ einfach. Und trifft auf den Verlag, die Kirche, den Verein und die SPD gleichermaßen zu. Also gibt es doch Parallelen.
Ein Zwischenruf aus Rhade - wird morgen fortgesetzt.