Was wäre eine Verstaltung ohne die technische Unterstützung durch Jürgen Heinisch? Ein Treffen unter Freunden
Der erste Eindruck, betritt man den großen Saal des Gasthauses Pierick an diesem Abend, ist positiv. An den Tischen, sie sind in Hufeisenform gruppiert, haben ca. 20 Mitglieder der Rhader SPD Platz genommen. Es wird viel untereinander geredet, die Begrüßungen sind herzlich. Auffällig diesmal, dass ein junges Mädchen unter den doch etwas älter gewordenen übrigen Anwesenden Platz genommen hat. Eine Ausnahme. Sie wird beobachten, notieren und später in ihrer Schule über ihren Eindruck bei der SPD, 10 Tage vor der Bundestagwahl berichten. Dazu morgen mehr.
Unübersehbar sitzt der SPD-Vorsitzende Hans-Willi Niemeyer vor Kopf. Hier hat er alle im Blick und kann die Wortmeldungen, die wie immer sehr rege sind, verteilen. Noch aber warten die Genossinnen und Genossen, so die offizielle traditionelle Anrede der Sozialdemokraten, auf den Hauptakteur des Abends.
Michael Gerdes, seit 2009 Bundestagsabgeordneter auch für Rhade. Er will es in diesem Jahr wieder schaffen, seinen Wahlkreis direkt zu gewinnen.
Jürgen Heinisch, einer der stellvertretenden Vorsitzenden, hat wie immer sein Apple-Equipment aufgebaut, um die Versammlung mit aktuellen Bildern und Filmen höchst interessant zu begleiten.
Da ist er. Dynamisch betritt Michael Gerdes pünktlich der Versammlungsraum, begrüßt alle Teilnehmer persönlich mit Handschlag. Er ist locker und gut gelaunt. Cool, würden junge Leute das nennen. Natürlich hat er auch etwas mitgebracht. Wichtig sind vor allem seine Informationsbroschüren. Aber ohne Kugelschreiber und Feuerzeuge, so genannte give aways scheint es auch 2013 nicht zu gehen.
Hans-Willi Niemeyer übernimmt das Zepter, begrüßt den Gast und alle Anwesenden und eröffnet überraschend mal ganz anders als gewohnt. Nicht die abzuarbeitende Tagesordnung ist ihm heute wichtig, sondern der Dank an den eigenen Ortsverein und seine aktiven Mitglieder. Ob es die Ortsvereinszeitung ist, die frisch gedruckt auf den Tischen liegt, die aufgestellten Wahlplakate, die Teilnahme an Infoständen oder einfach die Bereitschaft, sich jeden Monat mindestens einmal „unter Freunden und dem Banner der SPD“ zu treffen, immer sind es die Rhader SPD-Mitglieder, die vor Ort engagiert für eine gerechtere Welt eintreten. „Das zeichnet uns aus und dafür bin ich dankbar“, so Hans-Willi Niemeyer, um sich dann Michael Gerdes direkt zuzuwenden.
Der greift dankbar den Hinweis auf und spricht von der notwendigen Teamarbeit, die ihm auch in den Städten Bottrop, Gladbeck und Dorsten hilft, nicht nur „einer von uns“ zu sein, sondern auch „unser Mann in Berlin.“
Sein folgendes Statement zur Wahl und die daraus resultierende lebhafte Diskussion lassen die angesetzten 2 Stunden wie im Flug vorüberziehen.
Was bleibt haften? Auf der einen Seite die Gewissheit, den richtigen Kandidaten zu unterstützen, andererseits sich mal wieder unter Freunden getroffen und ausgetauscht zu haben.
Dem 22. September wird zwar erwartungsvoll entgegen gesehen, klar wurde aber auch, dass die 150jährige Sozialdemokratie ihre wichtige Daseinsberechtigung über den Wahltag hinaus nicht verlieren wird. „Dazu ist die Ungerechtigkeit in unserer globalen Gesellschaft noch viel zu dominant“, so eine abschließende Stellungnahme.
„Bis zum nächsten Mal“, so Hans-Willi Niemeyer, etwas erschöpft aber rundherum zufrieden.