Michael Gerdes, MdB und Gina-Marie nach der Rhader Versammlung „Ich fand das alles interessant und überhaupt nicht langweilig“
Politische Bildung kann nicht früh genug beginnen. Bei Kindern und Jugendlichen, die nach den geltenden Gesetzen noch von der Wahl-Mitbestimmung ausgeschlossen sind, spielen das Elternhaus und die Schule eine wesentliche Rolle.
Bei Gina-Marie, die mit 13 Jahren noch deutlich die Altersgrenze (18) für Bundestagswahlen unterschreitet, ist aber das Interesse an politischen Zusammenhängen bereits ausgeprägt. So der Eindruck der Rhader Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die sich zu ihrer monatlichen Versammlung trafen und verwundert das junge Mädchen in ihren Reihen freundlich begrüßten.
In der Schule, Gina-Marie besucht das Gymnasium in Maria-Veen, werden die Wahlkampagnen der politischen Parteien intensiv beobachtet und diskutiert. Und Gina-Marie nahm sich vor, in Rhade die Augen offen zu halten und alles zu registrieren, was auf die Bundestagswahl am 22. September hinwies. Sie fotografierte die Wahlplakate, wobei die von der Rhader SPD selbst geschriebenen besonders ins Auge fielen. Sie sammelte Broschüren der Kandidaten und kleine Aufmerksamkeiten, mit denen die Parteien punkten wollen. Dazu gehören Kugelschreiber, Chips für Einkaufswagen, sogar Feuerzeuge und Flaschenöffner.
Wenn Gina in der Schule ihre „Sammlung“ präsentiert, wird auch die 8-seitige Zeitung „SPD-Nachrichten für Rhade“ darunter sein.
Als sie dann erfuhr, dass ein Bundestagskandidat nach Rhade kommt, stand ihr Entschluss fest, ihn persönlich in Augenschein zu nehmen. Michael Gerdes, bereits seit 2009 Bundestagsabgeordneter der SPD, der seinen Wahlkreis wieder direkt gewinnen will, zeigte sich mindestens so überrascht wie die übrigen Teilnehmer der Versammlung, ein so junges Mädchen unter den Versammlungsteilnehmern zu finden. Michael Gerdes suchte aber sofort das direkte Gespräch und freute sich über das Engagement der Schule. Gina-Marie verfolgte die Versammlung aufmerksam und machte sich viele Notizen. Gabi Wassong, Mitglied der Rhader SPD und Sitznachbarin, konnte ihr immer wieder etwas über den Ablauf eines politischen Treffens und die behandelten Themen erklären. Und so strahlte Gina-Marie am Ende mit Michael Gerdes um die Wette, als er sie zu einem Erinnerungsfoto einlud.
Wer geglaubt hat, dass die engagierte politische Diskussion über Themen wie Gerechtigkeit und Solidarität in der Gesellschaft an jungen Menschen vorbeigeht, sieht sich enttäuscht.
„Ich fand das alles interessant und überhaupt nicht langweilig“, so ihr abschließendes Fazit. Besonders bleibt ihr aber in Erinnerung, die Freundlichkeit und Aufmerksamkeit eines echten Bundstagsabgeordneten und der Rhader SPD-Mitglieder.