Mehr Bürgerbeteiligung ist keine Utopie, sondern Notwendigkeit.

Stadtverband


Hans-Willi Niemeyer fordert auf allen Ebenen ein Umdenken. Mehr Bürgerbeteiligung ist ein Mehrwert, keine Last.

Stuttgart 21 – können wir von den Schwaben lernen?

Ein Großprojekt wie in Stuttgart haben wir scheinbar nicht zu stemmen.
Aber nur scheinbar.
Denn der gewaltige Strukturwandel, zum Beispiel in Hervest, hat schon, für eine Mittelstadt mit knapp 80.000 Einwohnern die vergleichbare Dimension wie Stuttgart.

Und Wulfen? Auch hier stehen gewaltige Problemlösungen an. Ob Energiewende (Nachtspeicherheizungen) oder Stadtumbau – mit einfachen Lösungen ist nicht zu rechnen. Und der Demografiewandel betrifft unsere ganze Stadt und wird sie einschneidend verändern.
Ohne die Beteiligung und Mitnahme der Bürger sind diese gravierenden Umbrüche in einer Stadt niemals erfolgreich zu gestalten.
Im Unterschied zu Stuttgart muss aber für Dorsten eingeräumt werden, dass hier die Bürger in Teilbereichen schon aufgefordert werden, mitzumachen. Auch gibt es Formen der Beteiligung, die in Stuttgart erst eingeklagt werden mussten.
Können wir uns also zufrieden zurücklehnen?
Nein, das können wir nicht. Denn nichts ist vom Himmel gefallen. Freiwillig haben noch nie, weder Verwaltung oder „Regierungsparteien“, etwas aus der Hand gegeben.
Immer wieder musste erinnert werden, dass Bürgerinformation, zumal meistens nachträglich, nichts mit frühzeitiger Bürgerbeteiligung zu tun hat.
Die Bürgerbeteiligungsformen in Wulfen und Hervest (Stadtteilkonferenzen) und jetzt in Rhade (Stadtteilrahmenplanung) sind schon positive Ansätze. Es ist aber ein wechselnder Prozess, der ständig an die schnelllebigen Veränderungen angepasst werden muss.
Und hier können wir, die Dorstener Parteien, alle von Stuttgart lernen.

Hans-Willi Niemeyer

 
 

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