Gerecht geht anders - sagt OXFAM - und belegt das mit erstaunlichen Zahlen
Die besten Steuerzahler für den Staat sind die abhängig Beschäftigten. Sie erhalten ihren Lohn bereits bereinigt von der staatlich festgesetzten Steuerquote in jedem Monat netto. Die Steuerpflicht gilt aber für alle Einnahmen, unabhängig ob sie zum Beispiel aus Unternehmensgewinnen, Erbschaften oder Finanztransaktionen abgeleitet werden. Hier ist die Steuerbehörde aber auf die Mitwirkung und Ehrlichkeit der Steuerpflichtigen angewiesen. Einzelne Stichproben zeigen immer wieder, dass die Kontrollen ausgeweitet werden müssten, um den Begriff der Steuergerechtigkeit auch nur annähernd zu erreichen. Wenn nun die angesehene, seriöse Entwicklungsorganisation OXFAM aufzeigt, wie das Vermögen der Superreichen weiter ungebremst wächst, muss auch die Frage nach der Abgabengerechtigkeit offen hinterfragt werden. Hierzu die Zahlen:
- 3000 Milliardäre weltweit verfügen über ein Vermögen von 18,3 Billionen US-Dollar (15,75 Billionen Euro)
- Seit 2020 wurden sie, inflationsbereinigt, um 80% (!) reicher
- Gleichzeitig lebt die Hälfte der Menschheit in Armut
- Im letzten Jahr ist das Vermögen der Milliardäre um rund 16% gewachsen
Wenn die SPD nur die Begriffe Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer erwähnt, schaffen es die Superreichen umgehend, die Meinungshoheit mit dem Argument Neiddebatte in der öffentlichen Wahrnehmung zu beherrschen. Und schon bleibt alles wie es ist. Gerecht geht anders.
Eigener Bericht auf Grundlage des DZ-Berichts „Milliardäre werden noch reicher“ am 19.01.2026