Mit treuem Blick will Herr Röttgen eine Rolle rückwärts erklären

Bundespolitik

Kneif’ mich mal – ich glaub’ es nicht
Glaubwürdigkeit sieht anders aus - Ein Kommentar aus Rhade

Rot-Grün im Bund unter Kanzler Schröder hat etwas geschafft, was vorher kaum einer für möglich hielt.
Der schrittweise Ausstieg aus der Kernenergie wurde mit Zustimmung der Atommultis Gesetz.

Ein gesellschaftspolitischer Konsens nach Jahren des erbitterten Streits.
Schwarz-Gelb hat dieses Gesetz sofort kassiert und einer Laufzeitverlängerung der Schrottmeiler zugestimmt.
Die Mehrheit der Bevölkerung war immer dagegen.
Die Atomlobby hat auf der ganzen Linie gesiegt.
Japan und die Katastrophe standen aber nicht auf der Tagesordnung.
Jetzt die Rolle rückwärts. Nicht aus Einsicht – sondern weil die Bürgerinnen und Bürger an der Wahlurne die Rote Karte zeigen.
Und wer wirbt jetzt für einen gesellschaftspolitischen Konsens?
Mit SPD, Grünen, Kirchen. Gewerkschaften?
Herr Röttgen und die CDU. Sie wollen so schnell wie möglich aus der Kernenergie aussteigen und das Zeitalter der Erneuerbaren Energien einleiten.
Bitte?
Sagt er tatsächlich. Er und die Seinen haben aber doch gerade diesen Konsens aufgekündigt.
Sie, die alles kaputt geredet haben, sie, die jeden Andersdenkenden als Phantasten geschmäht haben, sie werben jetzt auch um uns.
Nee nee, so schnell kann man das nicht zurückgewinnen, was CDU und FDP in Fragen der Energiepolitik an Porzellan zerbrochen haben.
Außerdem – Herrn Röttgen werden noch früh genug von dem einflussreichen Wirtschaftsflügel der Union die Flügel gestutzt.
Und die Atombranche droht bereits jetzt mit Klage. Da wurde so viel in die Lobbyarbeit investiert.
Und das soll alles umsonst gewesen sein?
Nee nee, ich glaub’ denen nicht.

 
 

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