Morgen: Holocaust-Gedenktag. Informationsveranstaltungen in Dorsten

Gesellschaft

„Wie konnte das geschehen?“, lautet der Titel des aktuellen Buches des Historikers und Schriftstellers Götz Aly. Genau diese Frage stellen sich am morgigen Holocaust-Gedenktag sicherlich auch viele Dorstener Bürger. Ein simples Beispiel der Meinungsmanipulation, dem Spiegel-Bestseller entnommen und für diesen Text örtlich angepasst, zeigt das Strickmuster der Nationalsozialisten, Neid und Hass zu sähen:
„Dorsten hat 70.000. Einwohner. 1% davon bekennt sich, jüdischen Glaubens zu sein. Gesucht wird ein Gerichtsvollzieher. Die Stelle wird öffentlich ausgeschrieben. Eingestellt wird der beste Bewerber. Dass er jüdischen Glaubens ist, wurde weder abgefragt noch war es ein Einstellungskriterium. Nun wird von der NSDAP verbreitet, dass das Gerichtsvollzieheramt zu 100% in jüdische Hand geraten ist.“
Was mit schlichter Meinungsmanipulation begann, endete in einer weltweiten Katastrophe. Dorsten war keine Ausnahme, sondern ein Mosaikstein der NSDAP. Auf drei Veranstaltungen kann morgen der Opfer gedacht werden und unser Schwur, nach dem Krieg im Mai 1945 ausgesprochen, wiederholt werden: Nie wieder!

  • Gedenk-Spaziergang ab 11 Uhr vom Platz vor den Mercaden durch die Innenstadt zum Bahnhof Dorsten. An jeder Station tragen Schülerinnen und Schüler selbst erarbeitete Texte vor.
  • Um 17 Uhr lädt die SPD ein, sich in Wulfen vor der Gedenktafel an der Sparkasse Vest mit Dr. Hans-Udo Schneider an das Unrecht der Nazi-Zeit zu erinnern.
  • Zeitgleich bietet die Stadtagentur einen Stadtrundgang „Auf den Spuren der jüdischen Geschichte“ an. Treffpunkt: Jüdisches Museum.
 
 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007096250 -