Neben bei bemerkt… Ein Kommentar aus Rhade

Kommunalpolitik

Wir haben Geld – wir müssen es verbraten!

Fahren Sie mal mit dem Fahrrad in das wunderschöne Feld-, Wald- und Wiesengebiet in den Rhader Norden, auch Stadt übergreifend.
Sie werden staunen. An vielen Stellen haben die Wirtschaftswege eine neue Bitumendecke erhalten.

Grund: Das Konjunkturpaket II. Mit vielen Millionen soll die Wirtschaft auf Trapp gehalten werden. Das ist so in Ordnung.
Absolut unverständlich ist aber, dass Wirtschaftswege einen höheren Stellenwert als Siedlungsstraßen oder Radwege haben.
In der Stadt wird notdürftig geflickt – im Außenbereich werden intakte Wirtschaftswege großzügig „übersaniert“.
Seit Jahrzehnten fordern die Rhader Parteien, den Radweg nach Marbeck fertig zu stellen. Noch immer gibt es die Lücke zwischen Rhade und der Borkener Stadtgrenze.
Warum das Geld großzügig für Wirtschaftswege verbraten wird?
Warum nicht für die Schulwegsicherung?
Warum nicht für ein besseres Radwegenetz?
Warum?
Weil die Stadt verbindliche Vorgaben für den Einsatz der Mittel bekommt.
Weil der Radwegelückenschluss Kreissache ist.
Weil es immer viele Gründe gibt, warum was nicht geht.
Müssen wir wirklich immer alles so hinnehmen?
Gibt es so wenig Kreativität, die Mittel so einzusetzen, dass sie einen höheren gesamtwirtschaftlichen Nutzen haben?
Dass die Landwirte jetzt aufschreien, das ist klar. Aus ihrer Sicht konnte es gar nicht besser laufen. Sie wurden nämlich vorher gefragt, was und wo sie etwas zu verbessern wünschten.
Wann werden denn unsere langjährigen Anträge und Wünsche umgesetzt?

 
 

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