Nebenbei bemerkt: Am Aschermittwoch ist alles vorbei?

Gesellschaft

Parteien blasen die Backen auf

Der Aschermittwoch hat neben der religiösen, seit einigen Jahren auch eine parteipolitische Bedeutung.
Ältere erinnern sich sicherlich an die legendären Auftritte eines Franz-Josef Strauß. Bier, Blasmusik und Brezeln zur Einstimmung, dann die Rede. Mit markigen Worten, Schweißperlen auf der Stirn und „Schaum vorm Mund“ wurde der politische Gegner herabgesetzt und beleidigt. Manchmal auch die Unionsbrüder unter Helmut Kohl. Je kräftiger ausgeteilt wurde, je mehr johlte das Volk im Bierzelt.
Da konnten die anderen Parteien nicht abseits stehen. Und so dreschen sie heute alle in erster Linie auf die Konkurrenz.
Ist das noch zeitgemäß? Haben wir nicht andere Sorgen? Muss diese Gaudi an Aschermittwoch wirklich sein?
Die Parteien sind überaltert und müssen dringend junge Menschen überzeugen. Ob das durch „dicke Backen“ gelingt? Zweifel sind angebracht.

 
 

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