SPD Alt-Wulfen/Deuten: MUNA gehört nicht mitten in die Stadt
Dass eine Munitionsfabrik nie mitten in einer Stadt angesiedelt würde, versteht sich von selbst. Wenn sie aber seit Jahrzehnten an dieser Stelle betrieben wird, genießt sie dann Bestandsschutz?
NEIN, sagt dazu am deutlichsten die örtliche SPD. Anstatt parteiübergreifende Unterstützung zu erhalten, muss sie sich immer wieder gefallen lassen, von der CDU völlig unqualifiziert angegriffen zu werden.
Ulrich Guthoff und Reinhold Grewer antworten klar und unmissverständlich mit einem Offenen Brief:
Betr.: Munitionsdepot MUNA
Stellungnahme des Ortsvereins Alt-Wulfen / Deuten
Zur Stellungnahme des Ortsverbandes der CDU nehmen wir wie folgt Stellung:
Am Mittwoch dem 04.12.2013 wurde in Wulfen Dorfmitte eine 5 Zentner Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg entschärft und geborgen. Aus Gründen der Sicherheit wurde über mehrere Stunden das halbe Dorf evakuiert. Wohnhäuser und Geschäftslokale mussten verlassen und komplett geräumt werden.
In der MUNA Wulfen lagern nach eigenen Angaben der MUNA zur zeit in ca. 400 Bunkern 30.000 Tonnen = 600.000 Zentner Munition (Geschosse von der Pistolenkugel bis zur Panzergranate), mithin 120.000 Mal soviel Munition wie die gefundene 60 Jahre alte Fliegerbombe.
Kapazität wäre für ca. 62 000 Tonnen (1.240.000 Zentner) Munition.
Um wieviel größer ist demnach hier das Gefahrenpotenzial?
Die Feststellung der Herren Jungblut und Schwane (CDU) wonach die SPD die Forderung nach Schließung der MUNA so regelmäßig erhebt wie im Jahr Weihnachten gefeiert wird, bestätigen wir ausdrücklich. Diese Forderung werden wir so lange stellen müssen, wie es dieses Munitionsdepot, mitten im Ort gelegen, gibt.
Die CDU argumentiert zum einen mit dem Erhalt der Arbeitsplätze, zum anderen mit erfolgreich durchgeführten „Tagen der offenen Tür“ für den Erhalt der MUNA.
Auch wir wollen in diesem 200 ha großen Areal Arbeitsplätze erhalten bzw. neue schaffen. Bei dieser Größe sollten die „Wegfallenden“ um ein Vielfaches ersetzbar sein.
Alle 5 – 7 Jahre stattfindende umstrittene „Tage der offenen Tür“ sind für uns kein Argument dieses Munitionsdepot zu erhalten. Tage der offenen Tür könnten in einem zivil genutzten Areal täglich durchge-führt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Guthoff und Reinhold Grewer (Vorsitzender) (Geschäftsführer)