Arbeit und Wirtschaft
Deutsche Bank stürzt ab
Zinsmanipulation, aktiver Teilnehmer an Immobilienblase, Falschaussagen, Mithelfer beim Kirchkonkurs – die Liste der Verfehlungen will kein Ende nehmen. Und mittendrin war Ackermann. Der, der uns beibringen wollte, wie Wirtschaft funktioniert. Er, der von der Kanzlerin und der einflussreichen Finanzelite hofiert wurde. Heute wissen wir, dass das eine gigantische Luftblase war. Heute wissen wir, dass da auch kriminelle Energie der Topmanager im Spiel war.
Milliarden wurde gewonnen und Millionen als Erfolgsboni untereinander verteilt. Es gibt aber auch Verlierer. Das sind die Kunden und Aktionäre. Nicht wenige wurden, wahrscheinlich sogar vorsätzlich, falsch beraten und haben alles verloren. Mehr als 4 Milliarden so genannter Rückstellungen für Strafzahlungen und Verlustabschreibungen mindern die Bilanz dramatisch. Das muss von den Aktionären und Kunden aufgefangen werden.
Wer aber wird dafür vor den Kadi gezogen? Reicht das wirklich, dass die neue Führung von Altlasten spricht? Wer betrügt – fliegt! Während diese Formel bei jedem noch so kleinen Diebstahl zur Anwendung kommt, scheint die Deutsche Bank einen Bonus der Strafverfolgungsbehörden bekommen zu haben. Bis heute ist nicht bekannt, dass Ermittlungen und Anklage gegen Ackermann und Co. aufgenommen wurden.
Was bleibt ist die Feststellung: Die können nicht mit Geld umgehen, die von der Deutschen Bank. Und: Unterwürfige Hochachtung vor diesen Akteuren ist fehl am Platze.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 21.01.2014