Willy Brandt - Ein Vorbild
Vor 40 Jahren hat unser Bundeskanzler Willy Brandt mit seinem Kniefall in Warschau ein beeindruckendes Zeichen der Versöhnung gesetzt.
Gestern lief dazu im Fernsehen auf Eins Extra eine Dokumentation.
Zufällig habe ich da reingezappt und bin fasziniert geblieben.
Einige Gedanken, die mir nicht aus dem Kopf gehen:
- Was war das für eine hochpolitische Zeit
- Die Bevölkerung hat sich eingemischt
- Wahlbeteiligungen über 80 Prozent
- Persönlichkeiten, mit denen man sich identifizieren konnte
- Debatten auf einem sprachlich hohen Niveau
Und heute?
- Nicht vergleichbar – eine andere Zeit – andere Probleme
- Aber die groß politische Klasse fehlt (von Ausnahmen abgesehen)
- Sprachhülsen und Beliebigkeit in Debatten
- Ideen? Eine visionäre Perspektive? Fehlanzeige.
Fazit:
Parteien sind nicht überflüssig.
Sie müssen ihrer Verantwortung für das Ganze nach wie vor gerecht werden.
Ohne eine Öffnung für Quereinsteiger werden sie aber scheitern.
Das heißt:
- Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern weiter dafür werben, neue Wege zu gehen
- Die SPD ist in einem Erneuerungsprozess – aber noch immer ganz am Anfang
- Wir in Rhade können zeigen wie das geht. Keiner verbietet uns kreativ zu sein.
- Eine Erneuerung funktioniert immer von unten – also sind wir auf dem richtigen Weg
- Weniger Verzagtheit, mehr Mut und Selbstbewusstsein könnte ein Vorsatz für 2011 sein.
Dirk Hartwich