Topartikel Bundespolitik Aktuell 2: SPD will Parteiführung auf einem Parteitag (um den Jahreswechsel) komplett neu wählen.
Veröffentlicht am 12.10.2026
Veröffentlicht am 12.10.2026
Veröffentlicht am 12.10.2026
Wie Obdachlosigkeit dauerhaft beendet werden kann
Das Ziel ist ambitioniert und von Menschlichkeit geprägt. Es trägt die Überschrift: Obdachlose von der Straße lesen! Eigentlich ein Programmpunkt für alle demokratischen Parteien. Die Wirklichkeit zeigt aber, dass Politik zwar Absichtserklärungen formulieren kann, aber in der praktischen Umsetzung ohne gesellschaftliche Unterstützung hoffnungslos scheitert. Am Beispiel des Vereins Asphalt/fiftyfifty e. V. soll hier in aller Kürze aufgezeigt werden, was praktische Sozialarbeit für Menschen ohne Bleibe und Perspektive erreichen kann. Neben erster Hilfe ist die professionelle Begleitung in eine positive Zukunft das beste „Lebensmittel“. Die Hilfsorganisation fiftyfifty hat vor Jahren erkannt, dass eine eigene Wohnung der Schlüssel zum Erfolg ist, um danach parallel vorhandene Krankheiten der Bewohner zu behandeln und den weiteren Weg in eine berufliche Perspektive zu ebnen. Das kostet neben dem Verständnis der Gesellschaft auch viel Geld. Und fiftyfifty e. V. mit seinem engagierten Geschäftsführer Hubert Ostendorf wirbt unermüdlich seit 1995 auf allen Ebenen um Spenden, damit u. a. das erfolgreiche Projekt Housing First fortgeführt werden kann. Aber auch die hervorragend gestaltete Straßenzeitung muss weiter unterstützt werden. Mit dem Verkauf bessern viele Obdachlose ihren schmalen Geldbeutel auf. SPD-SOZIAL bittet alle Leser um Unterstützung von fiftyfifty durch Spenden und den regelmäßigen Kauf der Straßenzeitung, die auch digital für nur 38 Euro/Jahr unter www.fiftyfifty-galerie.de/kunst abonniert werden kann.
Rhader Werbung für Mitmenschlichkeit
Veröffentlicht am 12.10.2026
Ein Kommentar von Hubert Ostendorf, Geschäftsführer von fiftyfifty e. V. Düsseldorf *
Es gibt Leiden, die man kennt: die des jungen Werthers in dem Klassiker von Goethe oder in dessen Adaption von Ulrich Plenzdorf, in der der junge Edgar Wibeau unheilbar verliebt ist, unaufhaltsam auf den Abgrund zusteuert und am Ende, je nach Fassung, versucht, sich das Leben zu nehmen oder einen Unfalltod stirbt. Und es gibt neue Leiden, weniger romantisch, dafür umso öffentlicher: die des alten B. - Dieter Bohlen. Seit über 40 Jahren im Geschäft, hat er sich ein neues Leiden zugelegt: den unbedingten Drang, der Nation die Welt zu erklären. Vermögenssteuer, Meinungsfreiheit, Brandmauer. Der Sozialstaat etwa sei jenseits von Gut und Böse, ein veraltetes Modell, das sich Deutschland nicht leisten könne. O-Töne zu anderen Themen gefällig? „Ich liebe Deutschland. Das Land ist geil, die Politiker sind scheiße.“ Oder: „Freiheit der Gedanken, das wird ja im Keim erstickt.“ Schließlich: „Ich habe 45 Jahre gearbeitet, 50 Prozent Steuern gezahlt und dafür noch nie ein Danke gekriegt.“ Bohlen liefert, was in rechten Kreisen am meisten zählt: Prominenz, Reichweite und die Aura des unbequemen Wahrheitssagers, der sich traut, was andere angeblich nicht dürften. Dass ausgerechnet einer der reichsten Entertainer Deutschlands zur Symbolfigur der Erzählung wird, der Staat nehme, während „die da oben" sich selbst bedienten, ist die eigentliche Pointe. Und das nicht auf irgendwelchen Kanälen. Bohlens Sprüche erreichen hohe Klickzahlen auf rechten Plattformen wie NIUS und COMPACT, wo auch die AfD zu Hause ist. Dies und viel mehr in der neuen fiftyfifty.
Dank an den Autor Hubert Ostendorf, der SPD-Sozial die Genehmigung zum Abdruck des Kommentars erteilt hat. *Montag folgt eine Ergänzung über die Hilfsorganisation fiftyfifty
Veröffentlicht am 10.10.2026
Veröffentlicht am 09.10.2026
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Holger Lohse, Dorstener Stadtbaurat a. D. Im Interview mit der Dorstener Zeitung
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