
Das waren noch Zeiten als wir Wasser aus dem Brunnen trinken konnten. In Rhade schon zum Museumsstück erhoben
Vortrag der RWW-Wasserexpertin beeindruckt Fachausschuss
Es waren Fragen der Rhader SPD, die die Öffentlichkeit vor einigen Tagen elektrisierte und die Kommunalpolitiker zum Handeln veranlassten. Zu hohe Nitratwerte wurden im Dorstener Norden im Grundwasser gemessen. Wo? Wie viel? Durch wen? Und nun?
Angela Herzberg, Dipl. Geologin der RWW (Rheinisch Westfälische Wasserwerke) redete Klartext. In Rhade werden im Sickerwasser zur Zeit Nitratkonzentrationen gemessen, die der Trinkwasserwirtschaft große Sorgen bereiten. Das Sickerwasser ist auf dem Weg nach unten, ca. 3 Meter pro Jahr, und nicht aufzuhalten. Es wird das Grundwasser nachhaltig schädigen. Dass die (Über)-Düngung der landwirtschaftlichen Flächen in unserer Region als Verursacher benannt wird, kann nicht länger bestritten werden. Eine Kooperation der RWW mit den Landwirten vor Ort ist nur bedingt erfolgreich. Angela Herzberg: 1/3 der mitmachenden Landwirte verdienen Lob, weil sie die Grenzwerte durch verantwortliches Handeln positiv beeinflussen. Ein weiteres Drittel ist bereit, sich zu bessern, die gemessenen Werte zeigen das aber noch nicht. Und das letzte Drittel ist beratungsresistent, sprich nicht kooperativ. Da die Kooperation auf Freiwilligkeit beruht, darf geschlussfolgert werden, dass wir mit dieser Großzügigkeit nicht weiter kommen. Auf die Frage der SPD, ob eine Verschärfung der gesetzlichen Verordnungen nötig sei, erfolgte ein klares JA!.
Eigener Bericht, wird fortgesetzt