Pressebericht oder Zeitungsanzeige?

Umwelt


Das Plakat zur SPD-Veranstaltung

Alle sind gegen Fracking – Warum wird trotzdem weiter gebohrt?
Anzeige der CDU irreführend

Das Bohren nach Gas mit viel Wasser, Sand und Chemikalien ist ein glänzendes Geschäft. In erster Linie für die Fördergesellschaften. Aber auch die Bundesländer verdienen an dem Verkauf der Schürfrechte. Verlierer sind eindeutig die Umwelt und die Verbraucher.
Nachdem sich die SPD auf fast allen Ebenen (Bund, Land, Dorsten*) gegen das Fracking positioniert hat, teilt jetzt auch der CDU-Landtagskandidat für unseren Wahlkreis per Zeitungsanzeige**) (!) mit, dass er gegen diese Art der Gasförderung sei.

Was er nicht sagt, dass eine Bundesratsinitiative der rot-grünen NRW-Landesregierung im Jahr 2011, das Fracking zu verbieten, mit CDU/FDP-Mehrheit abgelehnt wurde.
Die Scharfmacher sitzen übrigens in Niedersachsen und bei der FDP.
Fazit:
Die Position der NRW-CDU und ihres Kandidaten verliert dadurch an Wert, weil sie halbherzig ist und in Hinblick auf den 13. Mai so formuliert wurde, dass das eine gesagt wird und das andere schamvoll verschwiegen. Halbherzig und taktierend – aber nicht klar und eindeutig.

*) Die Dorstener SPD, maßgeblich der Ortsverein Rhade, hat im Februar eine viel beachtete Informationsveranstaltung über die Gefahren des Frackings durchgeführt. Auf dem Podium saßen 2 Bundestagsabgeordnete, Frank Schwabe und Michael Gerdes, mit Michael Hübner der zuständige Landtagsabgeordnete, ein Vertreter von Gelsenwasser (Ulrich Peterwitz), Jürgen Kruse von der Bürgerinitiative Gegen Gasbohren, Frank Lumpe von der Stadtverwaltung und Friedhelm Fragemann für die Dorstener SPD.

**) Die Anzeige der CDU ist als solche nur auf den 2. Blick zu erkennen. Als Pressebericht aufgemacht, suggeriert sie, von der Zeitungsredaktion formuliert worden zu sein.

 
 

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