Reaktion auf Rhader Anregung, Kultur- und Weiterbildung flächendeckend anzubieten

Kommunalpolitik

Offener Brief wird von Erster Beigeordneter beantwortet

Die Feststellung, dass städtische Kultur und VHS-Weiterbildung überwiegend einen Umweg um Rhade und weitere Dorstener Landgemeinden machen, ist nicht neu. In einem Offenen Brief an die Erste Beigeordnete Nina Laubenthal wurde nochmals nachdrücklich für eine Änderung des Ist-Zustands geworben. Nun wurde der Offene Brief beantwortet und lässt hoffen, dass sich nach und nach etwas ändert, sprich für „Rhade und Co.“ verbessert. In Absprache mit Nina Laubenthal veröffentlichen wir heute ihre Stellungnahme zur Rhader Anregung, die auf dieser Internetseite (24.03.2025) nachgelesen werden kann. Eine abschließende Positionierung vom Unterzeichner folgt morgen.
Dirk Hartwich

Sehr geehrter Herr Hartwich,
vielen Dank für Ihr Engagement für das Thema Erwachsenenbildung in Dorsten. Ihr Hinweis auf die notwendige stärkere Präsenz der VHS in allen Stadtteilen – insbesondere in Rhade – ist uns bekannt, und wir nehmen Ihre Anregungen ernst.
Gleichzeitig möchten wir darauf hinweisen, dass die VHS Dorsten bereits in mehreren nördlichen Stadtteilen (Lembeck, Wulfen) aktiv ist und dort regelmäßig Angebote unterbreitet. Auch für die Bürgerinnen und Bürger in Rhade bestehen dadurch erreichbare Kursmöglichkeiten mit kurzen Wegen. Die Teilnahmezahlen zeigen jedoch, dass die Nachfrage in Rhade bisher sehr überschaubar ist.
Sie sprechen auch einen entscheidenden Punkt an: Eine flächendeckendere Präsenz – insbesondere mit niedrigschwelligen Angeboten vor Ort – ist in der Tat vor allem eine Frage der personellen Ausstattung einer VHS. Die Umsetzung solcher Vorhaben erfordert zusätzliche Ressourcen, die aktuell bei uns in der VHS nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.
Wir bemühen uns im Rahmen unserer Möglichkeiten dennoch fortlaufend um mehr Sichtbarkeit in allen Stadtteilen und unternehmen bereits konkrete Schritte, um neue Zielgruppen zu erreichen – sei es durch Kooperationen, dezentrale Veranstaltungsorte oder aufsuchende Formate. So werden wir z. B. im Herbst erneut ein Angebot im Carola-Martius-Haus machen, obwohl der digitale Nachmittag für Senioren im letzten Jahr trotz Werbung sehr wenig Zulauf erhalten hat: Im September bieten wir einen dreitägigen Workshop für Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren zum Umgang mit problematischen Situationen (Selbstbehauptung) an. Zudem haben wir einen Ernährungskurs für Erwachsene im Programm.
Wir teilen Ihre Ansicht, dass es nicht bei wohlmeinenden Absichtserklärungen bleiben darf. Allerdings müssen Maßnahmen realistisch geplant und finanziert werden.
Für Ihre Impulse danken wir Ihnen – auch wenn sich Ihre Position nach unserem aktuellen Kenntnisstand nicht mit einer breiteren Nachfrage vor Ort deckt. Sollten Sie konkrete Hinweise oder Unterstützungsangebote aus Rhade haben, die über Ihre persönliche Einschätzung hinausgehen, freuen wir uns, davon zu erfahren.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Laubenthal, Erste Beigeordnete, Stadt Dorsten

 
 

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